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Sonntag, 16. März 2014

Wie du dich selbst ermutigen kannst

von Heinz Schüttler 

ermutigen

Wenn Dein Bogen zerbrochen ist, und Du hast keine Pfeile mehr, dann schieß! Schieß mit Deinem ganzen Sein. (aus dem Zen, vgl. Locccumer Brevier, 356)
Wenn wir von ermutigen sprechen, denken wir da zuerst an andere? 
Oder fängt ermutigen bei mir an? 
Wie steht es mit mir und meinem Mut? 
Wo war ich zuletzt mutig? 
Wie sieht Mut für mich aus? 
Woher habe ich mein Vorbild für den Mut? 
Vielleicht aus dem Fernsehen, oder aus Filmen, oder den Reden anderer, die mich beeindruckt haben? 
Ist mein Mut Mainstream oder eher außergewöhnlich?

Selbst ermutigen

Wenn ich andere ermutigen will brauche ich selber Mut. Und wenn es nur der Mut ist, erst auszuhalten und anzuerkennen, dass da jemand gerade gut ist. 
Was passiert dann in diesem Moment mit mir? 
Werde ich dann klein, oder gewinne ich vielleicht an Größe?
Diese Größe tragen wir als Menschen in uns. Mut ist für viele etwas Besonderes, das sie erst erreichen müssen. 
Dabei ist Mut vielmehr etwas, was schon in uns ist, denn sonst könnten wir unsere Existenz vielleicht gar nicht ertragen. 

Gottesermutigung

Wenn Gott Mensch geworden ist und den letzen und größten Schritt gegangen ist und gestorben ist: wozu das alles?
Die einen Interpretationen sagen, damit wir Menschen ihm nachfolgen. 
Damit sind wir schon gleich in eine Bring-Schuld hineingerutscht. Diese Interpretation versucht - leider - den Menschen zu verbessern und scheitert regelmäßig daran. Die täglichen Nachrichten, all das Schlimme, was in der Welt passiert und täglich über die Bildschirme in unsere Wohnzimmer, in unsere Köpfe, in unsere Seelen und Herzen flimmert, scheint dies eindrucksvoll zu belegen. Letztlich bestätigt dies nur das negative "Vor-Urteil" und lässt die Welt rund erscheinen. 
Zumindest lenkt es den Blick von vielen Menschen ab, von ihrer Größe und ihrem Mut.
Wie sieht die Alternative aus? Macht sie Sinn und ist damit sinnvoll? 
Was wäre, wenn wir unseren Mut entdecken? Wenn wir entdecken, wie dieser Mut schon von Anbeginn da ist, weil wir aus Gott heraus geschaffen sind und das Leben aus seinem Atem in uns tragen? (Gen  2.7)
Dann brauchten wir vielleicht weniger kämpfen, um uns zu behaupten. 
Wie befreiend könnte dies sein, nicht mehr beweisen zu müssen, das wir gut und mutig sind? Sondern zu begreifen, dass es schon so ist und vielmehr danach zu suchen, dies im Leben umzusetzen und zu verwirklichen, darauf zu verzichten Hürden aufzubauen, sondern diese eher abzubauen und sich mit anderen Mutigen zu verbinden. 

Die Fluten der Mutigen

Wenn diese Eindämmungen, die uns nur eindämmen und für andere fühlbar machen, verschwinden, dann werden die Fluten der Mutigen sich zusammenfinden und dieses "Wasser des Mutes" wird die Erde benetzen wie das Wasser, das im Schöpfungsbericht den Boden feuchtet als das Feldkraut noch nicht spross. 
Als aber "noch ein Wasserschwall hervorbrach aus der Erde und den ganzen Erdboden tränkte, da bildete der Herr, Gott, den Menschen aus Staub vom Erdboden und blies Lebensatem in seine Nase. So wurde der Mensch ein Lebendiges Wesen." (Gen 2.6-7, Zürcher Bibel)
Was kann dann alles bei uns sprießen? 
Eine "verrückter" Gedankengang! Allerdings wissen wir nur zu gut, dass unser Bild der Welt eine Interpretation, also rein subjektiv ist. Solch eine andere Sicht machte es schwerer Menschen zu führen - also schwerer "verführbar"? 
Dies ist schon einmal in einem Gedicht beschrieben worden.


Unsere tiefste Angst ist nicht,

dass wir der Sache nicht gewachsen sind.
Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich mächtig sind.
Es ist unser Licht, dass wir fürchten,
nicht unsere Dunkelheit.


Wir fragen uns: "wer bin ich denn eigentlich,

dass ich leuchtend, hinreissend, begnadet und phantastisch 
sein darf?"
Wer bist Du denn, 
dass Du das NICHT sein darfst?


Du bist ein Kind Gottes.

Wenn Du Dich kleinmachst, dient das nicht der Welt.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, 
wenn Du Dich einkringelst,
damit andere um Dich herum
sich nicht verunsichert fühlen.


Du wurdest geboren, 

um die Ehre Gottes zu verwirklichen, 
die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns,
sie ist in jedem Menschen.


Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen,

geben wir unbewusst den anderen Menschen
die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart
ohne unser Zutun
andere befreien.
(Marianne Williamson, nach: Loccumer Brevier, 81.)


Umdenken braucht Mut. 

Er ist grundsätzlich möglich. 

Dienstag, 25. Februar 2014

Wem kannst Du noch glauben?

"Wem kannst Du noch glauben?"
Meine Mutter sitzt im Fernsehsessel und erlebt Nachrichten. Wieder ein neuer Skandal, eigentlich ist es mittlerweile egal, welcher. Sie fragt nach einer echten Autorität, nach jemand oder etwas, auf das noch Verlass ist, was Sicherheit gibt? 
Da braucht sie keine Diskussion. Da braucht sie auch keine Antwort. Da äußert sie ein gewisses Entsetzen. 
Was könnte ich ihr auch antworten? 
Autorität ist im weitesten Sinne eine soziale Positionierung, die einer Institution oder Person zugeschrieben wird und dazu führt, dass sich andere Menschen in ihrem Denken und Handeln nach ihr richten. Sie entsteht (durch Vereinbarungen oder Herrschaftsbeziehungen) in gesellschaftlichen Prozessen (Lehrer/Schüler, Vorgesetzter/Mitarbeiter) oder durch vorausgehende Erfahrungen (von Entschlusskraft, Kompetenz, Tradition, Charisma oder Offenbarung). Der Begriff hat seine Wurzeln im römischen Recht (auctoritas). (Wikipedia)
Demnach ist Autorität als Beziehungsqualität zu verstehen. Da Beziehungsgeschehen keine Einbahnstraße ist, gilt also nicht, dass den "Autoritäten" einfach nur der nötige Respekt entgegengebracht werden muss, sondern dass die Autorität sich auch als "würdig" erweist, besser: als glaub-würdig zu erweisen hat. 

Glaub-Würdig?

Das bedeutet: Würdig, geglaubt zu werden. 
Es herrscht ein eindeutiges Machtgefälle zwischen den beiden Positionen des Anerkennung zollenden Menschen und des Autorität habenden Menschen bzw. der Gruppe von Menschen die eine Autorität anerkennt und der Autorität, wobei hier auch eine gewisse Gruppendynamik deutlich wird, aus der auszubrechen nicht einfach ist.
Aus dem Staat auszutreten ist im Vergleich zum Aus-der-Kirche-austreten nicht möglich. 
In früheren Zeiten galt die Zugehörigkeit zur Gruppe als überlebensnotwendig. 
Heute nicht mehr? 
Zu welchen Gruppen gehören wir? Verein? Freunde? Familie? Arbeitskollegen? Nachbarn? Dorfbewohner? Bewohner der Metropolregion Frankfurt? Deutscher? Bewohner der Bundesrepublik? Facebookgruppe "Academia Aurata"? 
Für mich gelten gerade alle, mit unterschiedlichen Herausforderungen und Gewichtungen. Es gibt andere Gruppen, zu denen gehöre ich nicht, profitiere aber davon: Die Freiwillige Feuerwehr der Heimatgemeinde, ohne die ich jedoch verständlicherweise auch gerne auskomme; die Müllabfuhr, auf die ich ungerne verzichte, und ich lasse auch gerne die Bahn die Verbindungen organisieren. 
Man muss zum Glück nicht alles selber machen. 
Als Erwachsene handeln wir gegenüber Lehrern und Eltern anders als wir es als Kinder taten. Die dazugehörigen Wertvorstellungen und Verhaltensweisen ändern sich also offenbar.
Respektvoll handeln können wir 
  • freiwillig (bis hin zu unterwürfig), 
  • gesellschaftlich anerzogen und zeitlich bedingt (gegenüber Eltern, Lehrern, Vorgesetzten, ...), 
  • vorgetäuscht (um Nachteile zu vermeiden), 
  • erzwungen (in eindeutig unterlegenen Positionen) 
  • oder gar als Auflehnung und Pflicht, wie Thomas Payne es formulierte:
“The duty of a patriot is to protect his country from its government.”

Wem kannst Du noch glauben? 

  • Dem ADAC? - Die "gelben Engel" haben uns (nur, wie man hört) über Autos belogen. Die brauchen wir noch auf der Autobahn als Notfallhelfer, damit wird sich der Ruf wieder hochschaukeln. 
  • den Universitäten? - Indem sie den öffentlichen Presse / Pressuren / Pressungen wegen erschlichenen und halbherzig erarbeiteter Doktorarbeiten nachgegeben haben, haben sie sich selbst ihrer glaub- oder hier: wissenswürdigen Wissenschaftlichkeit beraubt. 
  • der Presse? - Die vierte Macht im Staate beherrscht immerhin die öffentliche Meinung; aber wie können wir uns noch sicher sein, dass nicht nur Verkaufszahlen die Berichterstattung legitimieren sondern echter und glaubwürdiger, und das bedeutet: vertrauenswürdiger Informationswert. 
  • den Ärzten? - Welche Umsatzvorgaben braucht eine Arztpraxis, um wirtschaftlich zu sein? Welchen Preis zahle ich, zahlt meine Krankenkasse, für meine Gesundheit?
  • den Politikern? (Und dem Staat) - "Ouh", höre ich viele stöhnen. Politik für Bürger oder für Lobby-isten? (Die natürlich auch Bürger sind!) Bundespräsidenten, die wir mundtot machen? Rücktrittsgründe für unliebsame Parteikollegen lassen sich in allen Farben und auf allen Kommunal-, Bezirks-, Landes- und Bundesebenen finden und auch erfinden.
    "The duty of a patríot ..."
  • Apropos, und die USA? - Hat wirklich jemand vor Snowden geglaubt, wir würden nicht vom selbsternannten (und vertrauensvoll von uns geglaubten) Demokratie-Retter und Weltpolizisten nicht abgehört? Hat wirklich jemand geglaubt, Whatsapp würde aus bloßem Gutmenschentum nichts kosten? Facebook hat es uns mal wieder gezeigt. Und mit "das geht gar nicht" scheint es auf dieser Seite des Atlantiks nun getan. Bloß nicht hingucken, dass wir (der Staat) uns selbst (die Bürger) überwachen?
  • Und dann ist da noch (...) ah, natürlich, die Liste ist sicher zu ergänzen.
    An wen denkst Du? 
  • Und dann frage ich:
    Welche "Institution" ist Deiner Meinung nach die nächste? 
Natürlich habe ich eine große Institution noch nicht genannt, eine der größeren, bedeutenden Anbieter von Sinn- und Weltanschauung, mit der Aufgabe uns vom Erlöstsein zu erzählen: 
  • der Kirche? - Nachdem das Gelübde der "Keuschheit" mit missbrauchten Kindern endgültig auf der Strecke blieb und das der "Armut" jüngst in goldenen Badewannen gewaschen wurde, versucht der Papst nun mit Wirtschaftskritik erneut Eindruck zu gewinnen. Doch der "Gehorsam" der Gläubigen gehört schon lange nur noch sich selbst. 

Was tut sich da?

Was bedeutet diese allgemein um sich greifende Unglaubwürdigkeit der Institutionen? Folgende Gedanken kommen mir: 
  • Das Ende der Über-Ich-Aktivitäten?
    Institution ade! 
  • Das Zurückgeworfen-Sein des Individuums auf sich selbst?
    Na freilich, was sonst. Das "Ich" strahlt vor Glückseligkeit.
    (Aber bitte lasst mich nicht den Müll selber zur Deponie fahren, ja?)
  • Die Rückkehr zu Stamm und Clan?
    Auch die Institution "Ehe" und "Familie" ist doch schon längst aus sich selbst heraus unglaubwürdig. Warum war Jesus wohl so familienkritisch? Warum gilt uns Familie als Heiligstes? Was will die Kirche mit der Ehe-Moral und der Familie denn noch beschwören, was nicht längst vergangen ist? 
  • Die Verstärkung des Rufes nach einem kommenden starken Ordnenden, der uns allen sagt, wo es lang geht, weil wir auf Dauer müde sein werden, alles selbst zu entscheiden? Schreien wir "Heil Ökodiktator", Beten wir "Errette uns vom Müll!", "Bewahre uns vor der Umweltverschmutzung" und "Führe uns in die Nachhaltigkeit"? 
Auf wen kann man sich noch verlassen? Wer ist also noch glaub-würdig? 
Das große Defizit aller Sicherheit und aller Sicherheit gebenden Strukturen besteht darin, die Gewissheit nicht geben zu können, die wir aber so dringend bräuchten, gerade im Alter, im Altersheim, in der Pflege und Betreuung. (Günter Funke)
Bleibt am Ende nur die Hoffnung auf Gott? Bricht deshalb alles zusammen? 
So apokalyptisch wollte ich mich gar nicht anhören. 
Aber da hätte Gott sicherlich was zu tun. 
Tu mir kein Wunder zulieb. Gib deinen Gesetzen Recht, die von Geschlecht zu Geschlecht sichtbarer sind. (Rainer Maria Rilke)

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Seelsorge?

von Thomas Körbel

Seelsorge. Eine Dienstleistung. Sind Dienstleistungen was wert? Ja. Denke ich zumindest. Das lehrt mich die Welt, in der ich lebe. Egal, ob ich einen Rechtsanwalt konsultiere oder einen Arzt oder einen Steuerberater oder einen Frisör oder den Beerdigungsunternehmer. Jeder verlangt etwas. Und das oft genug nicht zu knapp. Meine letzte Generaluntersuchung beim Internisten kostete schlappe 700 € mit allem Drum und Dran. Niemand würde so eine ärztliche Untersuchung ernsthaft in Frage stellen wollen, oder ohne Rechtsbeistand sich ins Gericht wagen, oder? Seit unseren Kindertagen ist klar, dass wir auf Pfarrer, Lehrer, Ärzte, Polizisten, Wissenschaftler und andere Spezialisten und Experten hören sollen. 
Autorität kommt von außen. 
Autorität kam von außen. Es war richtig, das mal in Frage zu stellen. Autorität kam furchtbar autoritär daher. Gefolgt wird! "Sonst mag ich Dich nicht mehr", drohte der Liebesentzug durch Papa Staat, Mama Kirche und dieser Satz war ein Zitat meiner Oma. Es dauerte schon ein paar Jahre meiner Kindheit, bis ich wusste, dass sie mich auch mag, wenn ich Dinge so mache, wie ich es für richtig erachte. 

Die R-Evolution des Individuums

Alle Omas dieser Welt, horcht auf: Die Revolution des Individuums hat schon Jahrhunderte vor Euch mit Augustinus begonnen, sie wird nicht enden, nur weil es Euch gerade gelingt, Kindern Euren Willen aufzudrücken indem ihr ihren unterdrückt. Das ist schon was Feines. Selbst Denken. Ja. Selbst Entscheiden. Oh ja. Selbst Kann alles. Ich! Was Feines, weil es unsere Ichkräfte stärkte. Ich kann alles tun, was ich will. Ja! 
Wie? Konsequenzen selbst tragen. Äh, kann ich nochmal das Kleingedruckte aus dem Lebensvertrag lesen? Warum hat mir das niemand gesagt? Dinge haben Konsequenzen. Ich kann dagegen klagen. Mit allen Anwälten der Welt. Hilft aber nix. Leben ist Leben. 
Gleichzeitig war es auch was unglaublich Doofes, alles selbst zu wollen, zu können zu glauben, weil es uns vorgaukelte, erwachsen zu werden, während wir im Stadium infantilen "Ich"-Denkens gefangen blieben. Alles Heil der Welt bei den Ärzten. Alles Heil darüber hinaus bei der Kirche. 
Wo geht es heute (und morgen) hin? Wie wird der Mensch erwachsen? 
Indem er auf die Autorität hört und den Autoritären widersagt wie dem Teufel in der Tauferneuerung. "Ich widersage allem was von außen kommt."
Nun ja, ich gestehe. Ich bin auch ein solcher Spezialist. Ein Mann, der in diesem verdächtigen Laden der Kirche mitsamt des Macht- und Geld- und Kindesmissbrauchs aufgewachsen ist und den Katholizismus mit der esoterisch schmeckenden Muttermilch in sich aufgenommen hat. Artfremdes Eiweiß gab's in meiner spirituellen Erziehung nicht, das Fremde war schon immer das Eigene, das Selbst immer Teil des Anderen, das Ich ein Wir. Was hab ich von Studienkollegen (und den -innen auch), den echten und den Pseudo-Spiritualen, sozialromantischen Psychofuzzis und sozialpädagogisch geschulten Gurus auf die Nuss bekommen, da ich diesen Unterschied nicht so kannte. Vor lauter Ich hatten die vergessen, dass es ein Wir gab, vor lauter Selbst ignorierten sie den Anderen mit seinen Wünschen und vor lauter Eigenem traten sie das Fremde in seiner Würde. 
Gibt es nach dem Infantilismus der Unabhängigkeit nun auch Wege der Erkenntnis gegenseitiger und wechselseitiger Abhängigkeit? Gibt es eine echte spirituelle interdependente Reife?
Ja, ich weiß, das behaupten die anderen alle. Sie bieten das in ihren Erleuchtungskursen und Persönlichkeitsseminaren und allen anderen Workshops und Vorträgen. Ich glaube nicht, dass wir das bieten können -- und wollen. Erleuchtung? Ein Akt der Gnade. Persönlichkeitsbildung? Ein Prozess des Wachsens. Das kann man nicht machen. Ich weiß nicht, ob's für Dich echt ist, was ich sage. Ich weiß nicht, ob's Autorität ist, was in unseren Kursen durchklingt und die Seelen höher schwingen lässt. Das entscheidest Du.

Darf sowas was kosten?

In den letzten Monaten wurden wir immer wieder gefragt, was oder warum oder wieso das so viel kostet, was wir anbieten. 
Was also darf es kosten? Wenn ich einen Theologen oder einen Philosophen oder einen Therapeuten konsultiere, um Fragen zu besprechen, die genauso wichtig sind wie die Juristerei, das Steuerzeug, die Haarschneiderei, das Beerdigen und das Kurieren oder die Heilungsversuche, darf der dann was verlangen? 
Wir sind kein TÜV (theologischer Überwachungsverein) und keine DVD (Denk-Vorgabe-Direktoren), keine Coaches, keine Gurus, wir verkaufen auch kein Heiligenscheinputzmittel (genannt "Hagiolio") zum einmaligen Sonderpreis per Download im Onlineshop. 
Wer nichts für seine Seelsorge bezahlen will, der darf gerne zu einem der kostenlosen und ach, allzuoft folgenlosen Großanbieter gehen. Die bringen viel Verständnis auf. Dafür kassieren sie auch ihren Lohn. Denn haben die nämlich schon, totsicher in alle Ewigkeit. Bis dass die Kirchensteuer und der Pfarrerslohn abgeschafft wird. 
Oder gehst Du zu einem qualifizierten Kleinanbieter, der an einem Wochenendseminar mal kurz die Aura aufpoliert bekam, jetzt sich als geeignet glaubt und desgleichen nun mit Dir riskiert? 
Meinen Automechaniker lasse ich nicht an meiner Niere herumschrauben, weil er ein Homöopathiebuch gelesen hat. 
Kleine Kinder lasse ich nicht ans Steuer meines Autos, auch wenn sie noch so sehr wollen, weil der Schlüssel so schön bunt baumelt. 
Also lassen wir ruhig weiterhin die Nichtfachleute uns kostenfrei beraten, bependeln, benutzen. 
Am Ende wollen wir eh nichts ändern. 
Unser Leben ist ja so toll, so wunderbar, so herrlich und so glücklich. Oder? Oder doch nicht? 
Wenn nicht, dann hätte ich ein paar Fragen: 
Wann war Deine letzte psychologische oder theologische Generaluntersuchung? 
Kann ich bitte Deine Heiligkeitsbescheinigung sehen? 
Gibts sowas? Zum Glück nicht. Der Ketzernachweis war das Gegenteil und ist auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Wir brauchen das nicht mehr. 
Aber gut, die nächste Frage: Wann war die jüngste spirituelle Beratung zu den letzten Dingen Deiner Seele? Ist die Eintrittskarte für den jüngsten Tag schon gekauft oder wartest Du auf den Nächstjüngeren? Die Zeugen Jehovas rechnen immer wieder, 2000 war es nicht, 2012 war es nicht, 2013 fand keine großartige spirituelle Erweckung statt, 2014? ... Die Majas waren es nicht, wen haben wir denn dann noch? Das nächste wird garantiert ein bislang unbekannter afrikanischer Stamm. Die Afrikaner wurden bisher in allem ausgebeutet, nur noch nicht religiös. Oder wo kommen die Außerirdischen jetzt her? Von dem unbekannten Planeten Erde? 
Wenn wir was auch immer lange genug vorhersagen (vorher sagen), tritt es bestimmt auch mal ein. Jedenfalls glauben wir es. Denn im Einreden von Wirklichkeit sind wir Meister. Mit göttlicher Erlaubnis sogar. Wird alles Weltenverändernde in Phantasie (Bücher, Kino, Swingerclub, ...) oder in die Kirche der Altvorderen ("Hallo Oma!") delegiert? Die nehmen das Wort Ahnenkult wenigstens noch persönlich. 
Und Du? Wann fand die Klärung Deiner philosophischen Überzeugungen auf zukünftige Tragfähigkeit statt? 
Im letzten Werbeblock auf RTL2? ("Ich glaub, das kauf ich!") In der Eso-Ecke der Buchhandlung? ("Ich glaub schon, dass es Engel gibt!") oder weil Jesus Dir gesagt hat, dass Du nur vegan zum Heil kommst, und wenn Du ohne Plastiktüten die Wintertomaten einkaufst? 
Wir glauben alle an was. Und am Schluss glauben wir dran. 
Ich halte jegliches was-dafür-tun-müssen für die Rückkehr des Leistungsgedankens und der Selbsterlösung in die spirituelle Religiosität unserer Zeitgenossen. 
Ich halte Gott und nicht nur das Göttlich für die große Klammer, die unserem zersplitterten Leben zwischen Job, Arbeit, Beziehung, Freizeitvergnügen und Familie einen sinnvollen Zusammenhang gibt. Und der sind wir selbst. 
All diese Dinge, diese Fragen, diese Müh und Plage, die unsere Seele und ihr Leben betreffen, machen wir die alle weiterhin kindisch mit uns selbst ab? 
Ach? Nein? Das besprechen wir mit Freunden? 
Nun ja, das ist immerhin doch jemand außerhalb von uns, der eine andere Perspektive (mit ganz eigenen -- unreflektierten? -- Interessen) haben dürfte. 
Ob wir uns morgens in den Spiegel gucken können oder die Seelen so geordnet sind wie die Haare, die Gedanken so eindeutig wie d-d-der Blutd-d-druck, der Glaube so klar wie die Steuererklärung? Wen mag das alles schon angehen? Richtig. Niemand. 
Wirklich? Niemand? 
Jeder steht für sich selbst in der Letztverantwortung für sein eigenes Leben. 
Ja? 
Warum sind wir dann nicht alleine auf dieser Welt? Dann wäre ja alles so ungestört und harmonisch. 
Was wünschen sich alte Menschen am Ende Ihres Lebens sehr oft? Ach, hätt ich doch mal ... 
Niemand soll sagen können, das hat mir keiner gesagt. Meine Oma hat das alles nie gehört. Und das ist unerhört genug. 
Es gibt  Fachleute für sowas wie die Seele, für Lebensfragen, für Spiritualität, fürs Denken. 
Da sind wir zwei Männer, die können das. Wir haben Bäuche. Aber wir sind keine Pfarrer. Und wir sind kein Paar. Das sind Heinz -- und ich. Der eine ist Heilpraktiker für Psychotherapie, der andere ist Seelsorger und Eremitenmönch. Und wir können das. Und mehr. Und das ist was wert. 
Übrigens: Nur bis Juni 2014 gibt es viele unserer Kurse zum Einführungspreis! 


Und da der Flyertext von Heinz sicher noch nicht so verbreitet ist, wie er es verdient hat (Wer? Heinz? Oder der Text?)

Der Seelsorge-Ansatz der Academia Aurata

Wer wünscht sich nicht eine schnelle, einfache Lösung für seine Probleme, um Spannung rasch abzubauen und Bedürfnisse möglichst zeitnah zu erfüllen? Den Fingerschnipp zum Erfolg, die schnelle Erleuchtung, das süße Nichtstun und dennoch etwas Großes erreichen? Bei uns finden Sie das nicht. 
Viele menschliche Verhaltensweisen sind nur von der jeweiligen Lerngeschichte her verständlich. Sie sind der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung. Diese Entwicklung hat für jeden von uns ganz individuell unter besonderen ganz eigenen Umständen und Zusammenhängen stattgefunden. Es hat jeden von uns auf eigene Art und Weise geprägt. Liegt es denn dann in der Natur des Coachings, dass sich der Suchende den Vorgaben und der Systematik seines Ratgebers anpasst? Nein. 
Wenn mehr desselben nicht hilft, ist es an der Zeit, etwas anderes auszuprobieren? 
Können Sie erfolgreicher sein, wenn Sie die eigenen Ideen umsetzen, anstatt die Lösungen anderer mit sich herum zu schleppen? Ja.
Da ist es erforderlich, die Grundmotive Ihrer eigenen Lebensgeschichte herauszuarbeiten.
Dies liefert Ihnen ein kleines überschaubares Repertoire mit hohem Identifikationswert. Daraus lassen sich für Sie und mit Ihnen ganz eigene, individuell angepasste Handlungskompetenzen entwickeln, die den persönlichen Wünschen an Ihre Zukunft besser Rechnung tragen können. 
Dies ist Academia Aurata.
Heinz hat dazu übrigens einen Artikel im Magazin verfasst: Balou - oder der Weg zum Sinn des Lebens. Viel Vergnügen. 


"Was der Heinz und Du bieten, ist einzigartig", sagte eine Kursteilnehmerin. "Noch nie habe ich nach so kurzer Zeit so klar gesehen und konnte tatsächlich etwas völlig Grundlegendes verändern. Danke, danke von Herzen."