Posts mit dem Label Arbeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Arbeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 6. Juni 2014

Pflege-Aufstand oder Personal-Aufstand?

Auf Zeit Online findet sich ein Artikel von Anne Kunze und Marlies Uken zur Bewertung von Pflegeheimen. 
Aus aktuellem Anlass hierzu Gedanken von Rolf Ochs (auf Xing), dem Pflegesachverständigen der Academia Aurata.



Benotung ist Auslegungssache

Die Benotung in der allgemeinen Beurteilung der Pflegedienstleistungen, wie sie hier vorgeschlagen wird, ist in Ordnung. Nur die Auslegung lässt sehr zu wünschen übrig. 
Wie haben wir schon in der Schule gelernt? 1-6 = Sehr gut bis Ungenügend. Sehr gut bis ausreichend , also 1-4 entspricht der allgemeinen Norm und ist mindestens genügend, alles was schlechter ist muss berichtigt und verbessert werden.
Bei der jetzigen Beurteilung muss schon eine 1,5 berichtigt und verbessert werden. 
Ist das unsere Wunschvorstellung in der Gesellschaft, höher besser weiter, die Fürsorge für unsere Mitbürger soll eine Leistungsschau oder gar Sportveranstaltung werden? 
Die ersten Worte in diesem Artikel sind bereits nur negativ Beispiele. 
Eine Schlagzeile wie zum Beispiel: 

"Pflegeheim betreut und pflegt seine Bewohner zur vollsten Zufriedenheit" 

suchen wir wohl für noch lange Zeit vergebens. Die angegebenen Argumente sind immer wieder "nicht menschenwürdig", "keine Zeit" - niemand sagt "keine Kollegen". 

Personalnotstand? 

Wir können mit einfachen Mitteln einige Misstände aus dem Weg räumen. Jedoch bedarf es den Mut, das Engagement und die Einsatzbereitschaft der leitenden Pflegenden, die als Vorbild erscheinen sollen. 
Machen wir uns erst einmal Gedanken. 
Nicht, was kostet das? Sondern: Wie kann man das ändern? 

Wie kann man das ändern? 

Ich bin der festen Überzeugung, durch gut ausgebildetes Pflegepersonal ohne Wenn und ohne Aber für unseren Beruf und unser Ansehen in der Gesellschaft können wir den ersten Schritt in eine generationenübergreifende gut zusammenlebende Gesellschaft gehen. Dazu möchte ich ermutigen. Die Kontrollen eines MDK's können wir dann nach und nach vergessen, denn "schwarze Schafe" werden sich ganz von selbst erledigen!
Die Kollegen die sich für den MDK, also zum Kontrollieren, nicht zum Beraten und Helfen entschieden haben, sind meines Erachtens auf dem Holzweg. 
Es gäbe eine bessere Strategie. Aufsicht und Hilfe kann man auch mit einer "Pflegekammer" erreichen, analog den Handwerkskammern, und so ließe sich den Pflegeheimen, Wohnheimen, Seniorenresidenzen, Pflegediensten und anderen Betreuungseinrichtungen in besserer Weise helfen.

Rolf Ochs
Pflegesachverständiger, Pflegefachkraft

Dienstag, 11. März 2014

Impulse für die Fastenzeit (2. Woche)

1. zuhören (das war die 1. Woche)

Wer nicht hören will, muss fühlen

Wir reden viel, wenn der Tag lang ist, auch beruflich. Und wir hören viel, vor allem aneinander vorbei. Ich wünschte mir in dieser Woche öfter mal selektive Taubheit, um den ganzen Lärm, das viele Gelabere, das uneinsichtige Streiten nicht zu hören. Dabei blieb mir gar nichts anderes übrig als zuhören. Das kann man kaum nicht oder gar nicht tun, zuhören.  Seltsam, fiel mir auf, denn das ist doch ein großer, häufig gehörter Vorwurf.

"Du hörst mir nicht zu!" 

Gemeint ist wahrscheinlich so etwas wie "Sei du mal gescheiter als ich, damit ich mich so gut ausdrücken muss", "versteh mich besser als ich mich" und "ich möchte doch einfach nur besser verstanden, mehr gemocht, überhaupt wahrgenommen werden, denn ich brauche Deine Anerkennung zum Überleben." Warum sagst Du also nicht, was du wirklich willst?

Zuhören ist eine Kunst

...und Abhören eine Technik. Hinhören, lauschen, verstehen und stehen lassen, schweigen, mal nichts dazu sagen. Durchs Hören lernen, angeblich lernen wir mehr als drei Viertel nur durchs Zuhören. 

Ein Erwachsener kann in der Minute 125 Worte sprechen, und in der gleichen Zeit (nicht gleichzeitig!) 400 Worte hören. Zuhören ernährt das Gehirn, lässt Wissen wachsen, stärkt unsere Leistungsfähigkeit und wirkt auf unsere Emotionen ein. 
Zuhören ist entscheidend für beruflichen Erfolg, auch wenn es immer wieder heißt, Chefs können nicht wirklich gut zuhören. 
Dabei wäre das eine der herausragendsten Führungsqualitäten, so mutlos, lethargisch, depressiv, abwartend, meckernd, veränderungsunwillig, sicherheitsbedürftig, kundenunfreundlich wie es in vielen, zum Glück nicht in allen Unternehmen zugeht. 
Auch die Angestellten sollten Zuhören: Im Vorstellungsgespräch redete sich schon mancher um Kopf und Kragen. 
Mit Zuhören wäre das nicht passiert.
Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.
Mit diesem Zitat von Dieter Nuhr hätte ich am liebsten diese Woche öfter mal sagen wollen: "Halten Sie den Mund." Gehört sich ja auch nicht ...
2. ermutigen (jetzt kommt die 2. Woche)

Auf Verzweiflung verzichten

Eben mal nicht verzweifeln. Hoffen! Nicht weil die Hoffnung zuletzt stirbt und alles andere logischerweise vorher schon tot ist, sondern weil Hoffnung Gewissheit ist. Hoffnung ist größer als Erfahrung, Ermutigung stärker als Verzweiflung, eine Kerze heller als alle Dunkelheit. 
Das wird also die zweite Woche. 
Auf die Verzweiflung kannst Du verzichten, auch wenn es täglich hundert Gründe gibt, zu verzweifeln. Schluss mit Jammern, klagen, heulen, zähneknirschen und sich und die Welt anders wünschen. Es ist, was es ist. 
Träume, hab den Mut, sei der Mut, gehe gegen das Arm-an-Mut-Sein und die Arm-Mut an, auch gegen Deine eigene Armseligkeit. 
Du meinst das sagt sich so leicht? 
Das ist ganz einfach. Vielleicht am Anfang schwer, weil gewohnt. Dann gewöhne Dich um. 
So einfach ist es. 
Wenn Du es geübt hast und kannst es, weil du es wirklich willst, geht es irgendwann auch ganz leicht. Wie alle Dinge, muss man auch diesen Verzicht auf die Ver-Zwei-flung erst wollen, dann lernen und üben, dann weitertrainieren und dann wird er irgendwann zum Bestandteil des eigenen Charakters. Du hast Zeit!

Was sagt die Bibel? 

An dem Tage, da ich rief, antwortetest du mir; du hast mich ermutigt: in meiner Seele war Kraft. (Psalm 138,3)
Na bitte, keine lange Lieferzeit. Prompt erhalte ich Trost, wenn ich beteHab einiges an Trost und Ermutigung gehört, letzte Woche, ob ich wollte oder nicht, hab mir einiges angehört und anhören müssen. 
Weist die zurecht, die ein unordentliches Leben führen, ermutigt die Ängstlichen, nehmt euch der Schwachen an, seid geduldig mit allen! 1Thess 5,14 
Auftrieb und Bestätigung gelten als gleichbedeutend mit Ermutigung. Naja, wenn etwas nicht stimmt und mich jemand darin bestätigt, stimmt es nicht "mehr" (im Sinne von größer), es ist einfach immer noch nicht wirklich stimmig. Und wer wollte mir eine Zurechtweisung geben, wenn ich was Unordentliches lebe? Soll doch mal jeder vor seiner eigenen Tür kehren, oder? Geht mich ja auch nichts an, der Saustall eines anderen, oder etwa doch? Und wenn ja, wie?
Wenn dir etwas nicht gefällt, verändere es. Wenn du es nicht verändern kannst, ändere deine Einstellung. Beschwer dich nicht. (Maya Angelou)

Etwas wagen

  • Wage es, groß zu sein! 
  • Wage es, anders zu denken!
  • Wage es, Dich zu mögen wie Du bist! 
  • Wage es, mit Dir zufrieden zu sein!
  • Wage mehr Selbstwertgefühl! 
  • Wage es, Fehler zu machen und wage, daraus zu lernen! 
  • Wage verständnisvoller und toleranter zu sein! 
  • Wage, andere zu ermutigen! 
  • Wage es, mutiger zu sein! 
  • Wage einen anderen Umgang mit den Menschen um Dich herum! 
  • Wage es, Dich zu erheben, aufzustehen, Dich einzusetzen! 
"Ich glaube, die wichtigste Sache ist es zu wagen, etwas zu wagen." (Maya Angelou)
Und ein paar Gedanken mehr findest Du z.B. im Newsletter von Karl Pilsl in der "Ermutigung für die Woche" oder hierUnd die 3. Woche folgt dann nächsten Mittwoch!

    Donnerstag, 13. Februar 2014

    Wie Du zuversichtlich wirst

    Zuversicht hilft weiter. Im Leben, in Beziehungen, in der Jobsuche.
    Manchmal verliere ich sie. Das ist normal. Dann finde ich sie wieder. Hoffnung ist es, die Zuversicht. Eine Gewissheit.
    So gehts in einfachen Schritten für Jobsuchende: 
    Irgendjemand da draußen braucht Sie! Braucht Dich! Das ist gewiss.
    Denn Du bist einzigartig. Und niemand läuft hier auf der Erde rum, der zu nichts zu gebrauchen ist:
    Wie Du das nun heute engagiert angehen kannst, haben schon viele vor Dir bewiesen.
    Das kannst Du auch. Das ist schon mal sicher.
    Manche waren besser. Nun gut.
    Manche waren schlechter. Umso besser für Dich.


    Um eine solche Gewissheit zu erreichen, um diese Hoffnung zu stärken und in Aktion zu bringen, gibt es eine einfache, biblische Erzählung.

    Das Gleichnis vom Sämann (vgl. Matthäus, Kap. 13)

    Ein Sämann ging hinaus aus, zu säen.
    Während er sät, fällt gar manches auf den Weg; da kommen die Vögel des Himmels und picken es auf.
    Manches fällt auf steinigen Grund, dort gibt es nicht viel Erde. Doch es geht bald auf, obwohl nicht viel Grund da ist. Als aber die Sonne aufgeht, verwelkt es, und da die Wurzeln nicht tief reichen, verdorrt es.
    Manches fällt in die Dornen. Die Dornen wachsen und ersticken die Saat.
    Manches fällt auf gutes Land und trägt Frucht: hundertfach, sechzigfach, dreißigfach.
    Wer Ohren hat zu hören, der höre!

    Die Deutung

    Der Sämann sät also seine Saat.
    Im Falle des Bewerbers ist das die "Saat" der Bewerbung.
    Ist die Saat gut, ist es keine "B-Werbung", sondern eine "A-Werbung". :-)


    Ein Teil der Saat fällt auf den Weg. Dort liegt sie.

    Was passiert? Die Vögel des Himmels kommen.
    Das sind die Gedanken, unser Kopfkino: "Nee, dafür bin ich nicht gut genug." "Die suchen jemand anderes." "Da hab ich eh keine Chance." ... und weitere Selbstsabotage-Gedanken. Erkennst Du Dich?
    Was passiert: Der Bewerber unterlässt seinen Versuch.
    Was tun? Umdenken. Weitermachen. Was sonst?
    Ja, ich weiß, ich apelliere nun. Ja und? Was ist die Alternative? Nicht säen?


    Manches fällt auf steinigen Boden.

    Die Sonne steigt, es wird heiß. Die Saat verdorrt, ohne aufzugehen.
    Es gibt keinen Grund, keinen guten Grund. Vielleicht ist das ein Vorstellungsgespräch, und um es bis dahin geschafft zu haben, bist Du bereits gut. Das hilft aber auch nicht. Irgendjemand ist immer besser. Das ist so. 
    Manche Chefs wollen Dich einfach nicht. Warum auch immer. Egal. Weitermachen.
    Machen Bewerber wollen übrigens auch die vorhandenen Chefs nicht.
    Auch egal. Es gibt andere Chefs. Weitersuchen. 


    Dann fällt ein Teil der Saat in die Dornen. Sie fasst ebenfalls Wurzeln, erstickt aber in der Umgebung, denn die wächst schneller und vergiftet, erstickt die Saat.

    Der Arbeitsplatz passt also irgendwie nicht. Warum auch immer.
    Die Kollegen passen nicht, die Kunden passen nicht. 
    Es wäre sinnvoll, sich vorher Gedanken darüber zu machen. Denn besser ist es, das vor der Probezeit herauszufinden.


    Ein anderer Teil der Saat, ihrer Bewerbungen bringt Frucht, denn sie fällt auf fruchtbaren Boden.

    Es genügt, im Vergleich zu einem echten Sämann und pflanzlicher Saat, nur ein einzelnes Samenkorn.
    Nur ein einziger Mensch, der Ja zu Dir sagt. Manchmal muss man halt hundertfach säen, um den zu finden. Das ist der Job des Sämanns, des Bewerbers.
    Dort bringst Du Frucht. 30fach, 60fach oder sogar 100fache Frucht. 
    So sagt es das Gleichnis.
    Warum das so ist, wissen wir nicht. Das ist auch nicht bedeutsam. 
    Sie bringen Frucht. Ihre einzigartige Frucht. 
    Deine einzigartige Frucht. 
    Du hast Deinen Job und erfüllst Deine Aufgabe gut. Mehr ist nicht erforderlich.


    Manche tun sich furchtbar schwer damit, andere wiederum gehen das mit Leichtigkeit an. Diese Leichtigkeit kann man lernen. Geht ganz einfach.

    Hast Du Ohren? Dann hast Du es gehört. Viel Erfolg beim Umsetzen!
    Wenn ich Dir helfen kann, lass es mich wissen.

    Mittwoch, 12. Februar 2014

    In drei einfachen Schritten schnell zum Job

    Nach wie vor halte ich die Zielgruppenkurzbewerbung (ZKB) für eine einfache und schnelle Strategie, die sofort Resultate bringt. Diese Methode wurde in zahlreichen Fällen angewendet und führte zu 
    • Jobs, 
    • zu sinnvollen Tätigkeiten 
    • oder zur Erkenntnis, dass eine neue Idee her muss, denn der bisherige Job oder der angestrebte Job zeigt sich mangels kurzfristigem Ergebnis schnell als Sackgasse. 
    Die Zielgruppenbewerbung gehört daher für mich zu den Methoden die eine "A-Werbung" im Gegensatz zu einer "B-Werbung" sind. Also, denken Sie um! 
    • A-Werbungen sind interessant, sie wecken Aufmerksamkeit, 
    • B-Werbungen sind langweilig. 
    Klar ist, dass nur ein kleiner Teil aller verfügbaren Jobs in Stellenanzeigen veröffentlicht wird. Hier geistern einige Zahlen durchs Netz, und diese mögen interessengeleitet sein. Ich halte eine Grobschätzung von 80:20 für realistisch. Auf eine ausgeschriebene kommen weitere vier offene Stellen. Der größte Teil offener Stellen ist im „grauen Arbeitsmarkt“ verborgen, kann aber mit kreativen Strategien vom Arbeitssuchenden erschlossen werden. 
    Fakt ist daher: 
    • Stellen sind heute mit größerem Erfolg selbst zu erschließen. 
    • Auf Stellenanzeigen zu reagieren, ist eine zweite Möglichkeit, nicht die erste und schon gar nicht die beste. Das kann jeder. 
    Hier setzt das Konzept der ZKB an. 
    An mögliche Arbeitgeber wird eine "A-Werbung" geschickt.  Wie gehen Sie am besten vor?

    1. Erarbeiten Sie eine auf Sie zugeschnittene ZKB

    Sie besteht aus zwei Seiten: 
    • einem Anschreiben auf der einen Seite
    • und einem Kurzprofil (oder einem Lebenslauf) auf einer weiteren Seite. 
    Was sollte enthalten sein? 
    Bieten Sie in klaren, kurzen und knackigen Aussagen Ihre Arbeitskraft als Problemlöser an. 
    • Was nützen Sie dem Unternehmen? 
    Ihre beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen sind natürlich zwingend erforderlich, zeigen Sie aber Ihre Einsatzmöglichkeiten auch auf unter den folgenden drei Fragestellungen
    • "Wer bin ich?" 
    • "Was biete ich meinem zukünftigen Chef?" – und vielleicht noch 
    • "Was suche ich?"
    Zum Beispiel sieht das so aus: 
    • "Wer bin ich?" 
    Hochmotivierte Akademikerin (46 Jahre alt) 
    • "Was biete ich meinem zukünftigen Chef?"
    langjährige Erfahrung im operativen Personalgeschäft und Office Management
    engagierte Mitarbeit
    • "Was suche ich?"
    Assistentin in Teilzeit (ca. 25 Std.).

    Der wesentliche Kern der ZKB ist Ihr Berufsprofil, einer kurzen Darstellung Ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen, das fett in der Betreffzeile dargestellt wird. Das obige Beispiel sieht dann so aus: 
    Hochmotivierte Akademikerin (46 J.) mit langjähriger Erfahrung im operativen Personalgeschäft und Office Management, bietet Ihrem Unternehmen engagierte Mitarbeit als Assistentin in Teilzeit (ca. 25 Std.) an. 
    oder so: 
    Motivierter Chemieingenieur (28) mit praktischen Erfahrungen in analytischer und organischer Chemie, Biotechnologie und Biochemie bietet Ihnen tatkräftige Unterstützung bei der Lösung chemisch-technischer Fragestellungen.
    oder so: 
    Teamorientierter Informatiker (35) mit umfassenden Kenntnissen aktueller Hard- und Software und hoher Begeisterung für die IT bietet fachlich kompetente und zielorientierte Mitarbeit an Projekten im Testen von Software, Customer Support sowie System- und Netzwerkadministration.  
    oder so: 
    Als examinierte Altenpflegerin (35) mit langjähriger Berufserfahrung im Bereich Pflegeheim, ambulante Pflege und mit behinderten Kindern in Schule, Freizeit und auf Freizeitfahrten, biete ich Ihrem Unternehmen einfühlsame, kompetente, verantwortungsbewusste Mitarbeit als Alltagsbegleiterin in Teil- oder Vollzeit an. 
    oder so: 
    Engagierter junger Mann (20) mit zweijähriger Ausbildungserfahrung als Koch, mit Kenntnissen der gutbürgerlichen Küche sucht eine Möglichkeit, im Raum Aschaffenburg seine Ausbildung abzuschließen. Ein Umzug ist sofort möglich.
    Was passiert? 
    Die Betreffzeile wird immer gelesen! Und schon haben Sie Aufmerksamkeit erreicht. 

    Was in der "Betreffzeile" nicht mehr passt, aber dennoch wichtig ist, erwähnen Sie wie in einem klassischen Anschreiben im Brieftext. 
    Sie schließen ab mit einem ähnlichen Satz wie folgender: 
    "Gerne sende ich Ihnen meine ausführlichen Unterlagen und Zeugnisse zu." 
    Grußformel, Unterschrift und ab in die Post. 
    Aber an wen?

    2. Legen Sie die Zielgruppe fest

    Für den Erfolg einer ZKB ist die gezielte Auswahl und Ansprache potentieller Arbeitgeber entscheidend. Klassische Bewerbungsmethoden kommen mir immer wieder vor wie 
    • ins Auto setzen
    • Motor anlassen
    • Gas geben
    • dann überlegen, wo es hingehen soll. 
    Es lieht nahe, anders vorzugehen, wenn man losfahren möchte, bevor der Tank leer ist. 

    Wo sitzt der (die) eine, der (die) sie dafür bezahlt, was sie alles können? 
    Adressen suchen können Sie überall: z.B. in den Gelben Seiten, in Branchenverzeichnissen, im Bundesfirmenregister, auf den Seiten der IHK, der Handwerkskammern, auf wer-zu-wem.de, bei wer liefert was und sogar, man glaubt es kaum, in Stellenanzeigen. :-) Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die ZKB-Unterlagen nicht nur auf den "grauen" Markt zu versenden, sondern auch für ausgeschriebene Arbeitsstellen zu nutzen.
    • Wo soll es hingehen?
      Ziel und Zielgruppe: Wer sind Ihre möglichen Arbeitgeber?
    • Motor anlassen: Was können Sie alles?
      Qualifikationen
      Erfahrungen
      Stärken
      Fähigkeiten
      übertragbare Fähigkeiten
      Zielgruppe der Kollegen und Kunden: mit wem wollen Sie arbeiten?
      Interessensgebiete: Was interessiert Sie und was können Sie wie schnell lernen?
      Übrigens: Quereinstiege sind einfacher als Sie glauben. Wir helfen Ihnen gerne dabei. 
    • Gas geben: Was kann ich denn noch?
    • Noch mehr Gas geben: Was kann ich denn darüber hinaus auch noch?
    • Kupplung langsam kommen lassen: Schreiben Sie Ihre ZKB
    • losfahren: Briefe versenden
      Übrigens: 
      Eine ZKB spart Geld (€ 0,60 für die beiden Blätter, solange das Porto in dieser Höhe bleibt!)

    Der Erfolg lässt sich sogar noch erhöhen, wenn die ZKB nicht an „Sehr geehrte Damen und Herren“ sondern an einen konkreten Ansprechpartner adressiert ist, der ein Entscheider sein sollte. Bei mittelständischen Unternehmen sind das in der Regel die Geschäftsführer. Informationen dazu erhalten Sie z.B. auf den Internetseiten der Firmen. Dort finden Sie übrigens auch Hinweise über die aktuelle Firmensituation, laufende und zukünftige Projekte etc. 

    3. Erhöhen Sie Ihre Schlagzahl: "100 ist besser als 50"

    Übrigens: Eine ZKB spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit. 
    Versenden Sie die ZKB in hoher Stückzahl  an die von Ihnen gezielt ausgewählten Arbeitgeber. Wenn Sie wollen, als Serienbrief. ;-) 
    Hat ein potentieller Arbeitgeber Interesse an Ihnen, wird er sich melden. 
    Senden Sie sofort (!) nach Aufforderung Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen zu.
    Es kommt häufig direkt und telefonisch zu Gesprächseinladungen. Seien Sie also darauf vorbereitet, frisch rasiert und gepflegt, gut angezogen, geputzte Schuhe und Sie können heute noch persönlich dort erscheinen. 
    Was ist das, was sonst noch passieren kann? 
    • Es kommt keine Antwort? 
    • Es kommen Absagen? 
    • Juchee! Freuen Sie sich auch über Absagen. Dort müssen Sie schon nicht arbeiten. 
    Hat ein potentieller Arbeitgeber kein Interesse an Ihnen, wird er sich natürlich nicht melden. Absagen sind Gold wert, da es Ihnen auf diese Weise möglich ist, nach einem angemessenen Zeitraum sich evtl. nochmals zu bewerben oder telefonisch nachzufragen. 
    Sie haben normalerweise einen konkreten Ansprechpartner und eine Telefondurchwahl auf der Absage. Und mit einem Namen kommen Sie immer weiter! 

    Der Arbeitsmarkt kann auf diese Weise schnell und zügig auf Ihre Einsatzmöglichkeiten hin erforscht werden. Mit diesem Erkenntnisgewinn lässt sich auch schneller erkennen, dass eine neue Idee umgesetzt werden kann. Wir helfen Ihnen gerne dabei. 

    Donnerstag, 30. Januar 2014

    Wie du Dein Leben verbesserst

    Eigentlich ist es ganz einfach, und während ich dies schreibe, liefere ich selbst den Beweis. 
    Ich habe heute einen Kursauftrag: Bewerbungscoaching für Arbeit-Suchende.
    Jeder der Teilnehmer ist entweder versorgt oder hat gerade deutlich signalisiert, dass er nicht kann, nicht will, oder sonst einen guten Grund hat.
    So habe ich Zeit, diesen Artikel zu beginnen. Es verbessert mein Leben. 
    Da ich meine Zeit nützlich und sinnvoll verbringen möchte, hilft es vielleicht auch Dir weiter?

    Erst mal kapieren, dass es gut ist, wie es ist ...

    Die guten Gründe meiner Teilnehmer zuerst:
    Von den sechs Teilnehmern dieses Kurses haben zwei einen Arbeitsvertrag - und fragen sich, warum sie vom "Arbeitsamt" (so nennen sie das noch immer!) in solch einen Kurs verwaltet werden.
    Einer ist über sechzig und soll hier Online-Bewerbungen verschicken, kennt sich aber weder mit Computer aus, noch will er es wirklich lernen - wozu auch: Er wird in seinem Berufsleben, sollte er je wieder einen Job finden, den Computer nicht brauchen. 

    Wie ist das bei Dir? Bist du zufrieden mit dem, was da ist? 
    Es ist der beste Startpunkt für etwas Neues. Einen anderen hast Du nicht.
    Ob es berufliche oder persönliche Veränderungen sind, die Du anstrebst, Du brauchst nichts Anderes als das, was Du hast. Nur in Deinem Denken darf sich was ändern. 
    Denn allzuviele Menschen glauben, wenn sie das machen, was sie immer gemacht haben, kommt etwas anderes dabei raus. 
    Du machst schon etwas anders, wenn Du diesen Artikel liest.
    Schon mein Großvater, der noch Landwirt war, wusste: Du kannst nur ernten, was du säst. 

    ...und dann darf es besser werden.

    Es bleiben drei weitere Teilnehmer meines Kurses.
    Einer hat heute ein Vorstellungsgespräch. Da muss man nichts üben, es ist bei einer Zeitarbeitsfirma. Das kann er, hat er auch schon mehrfach bewiesen.
    Ein erhebendes Gefühl scheint es nicht für ihn zu sein. 
    Erwartete er nicht etwas anderes vom Leben? Etwas Besseres? 
    Und einen besser bezahlten Job obendrein? 

    Die verbleibenden beiden Teilnehmer recherchieren Stellen.
    Das ist gut. Es gibt immerhin eine geringe Erfolgswahrscheinlichkeit.
    Es ist davon auszugehen, dass die meisten Menschen so vorgehen. 
    Warum auch nicht? Es ist richtig. 
    Aber was alle machen muss nicht zielführend sein. 
    Denn wenn die offenen Stellen nicht ausgeschrieben sind, was dann?
    Firmenhomepages recherchieren? Das wäre eine Möglichkeit.
    Kontakte fragen: Das müsste man sich erst mal trauen.Das kannst Du lernen.

    Ideenreichtum ist gefragt. Kreativität ist angebracht. Der Plan B (C, D, ...) muss her. 
    Darauf komme ich gleich zurück.


    Da noch kein Kommunikationsmeister vom Himmel gefallen ist, machst Du da sicher Fehler.
    Das darfst Du. Ohne Fehler lernst Du nichts.
    Das ist dennoch peinlich.
    Und da viele von uns sich doch entwicklungsbedingt mehr Gedanken darüber machen, wie sie anderen besser gefallen, lassen wir das, was zu Peinlichkeit führen könnte und reden erst mal nicht mit Anderen.
    Dabei geht es genau darum: Dem Anderen besser gefallen.
    Und das bedeutet konkret, für den Arbeitgeber attraktiver zu werden. 

    Und wie ist das bei Dir? Wo wird es unbequem - und daher lässt Du es? 
    Vermeide diese "Ausreden" und tue es einfach. 
    Und wenn Du denkst etwas geht nicht, denkst Du vielleicht nur, es geht etwas nicht. 
    Meiner Erfahrung nach liegen viele Bewerbungsfehler im Denken. 
    "Ich dachte, da hab ich eh keine Chance", "wenn du über 50 bist, findest du eh nichts mehr",   "dazu bin ich nicht gut genug" "da fehlt mir der Schulabschluss" "ich hab leider keine Zeugnisse", "ich kann nicht so gut Deutsch", "ich kann das nicht", ...
    (Psst, ganz im Vertrauen: früher konnten wir auch mal nicht laufen und haben es gelernt. Und sprechen haben wir auch gelernt.)
    Die Krönung war mal eine, die davon schwärmte, eine Topstelle beinahe gehabt zu haben, wenn sie denn Englisch gekonnt hätte. Das war vor fünf Jahren. Das wäre Zeit genug gewesen, to improve her knowledge, auf deutsch: es inzwischen zu lernen.

    Wie werde ich für Arbeitgeber attraktiv?

    Seit den Erfahrungen von Richard Nelson Bolles wissen wir, dass es Beziehungen sind, die Jobs bringen. Auch die Agentur für Arbeit (das ist die offizielle Bezeichnung dieser Institution) hat herausgefunden, dass es (mindestens) 25% sind, die über Beziehungen und Empfehlungen in eine neue Anstellung kommen. Tendenz steigend.

    Im Beziehungsleben gibt es sicher immer was zu verbessern.
    Meine drei Stellenrecherchierenden könnten davon profitieren, wenn sie es wollten. 
    Alle paar Minuten frage ich nach, doch niemand zeigt den Willen. 
     "Oh, die Zeit geht heute überhaupt nicht rum", beklagt sich dafür gerade eine.
    Diese Gruppe habe ich letzte Woche darauf hingewiesen, wie sie strategisch ihre Jobsuche verbessern könnten. 
    Das Ergebnis ist: Sie recherchieren wohl lieber. Sicher ist sicher.
    Und ich gewinne den Eindruck, es ist für sie bequemer.
    Es sind die folgenden Ansätze, die - strategisch eingesetzt - bedeutende Verbesserungen im Leben schaffen. 
    • Kreativität
    • Weiterbildung
    • Ausdruck
    • Auftreten
    • Qualifikationen beweisen
    • Kontakte pflegen

    Kreativität

    Wenn ich etwas kaufen will, sagen wir Mehl und finde keines, gehe ich in den nächsten Laden, und ansonsten in den übernächsten Laden oder kaufe ein anderes Mehl. 
    Bei Bewerbungen fällt den Bewerbern oft genug nichts mehr ein, wo sie denn noch eine Bewerbung hinschicken könnten. Man will bedient und versorgt werden, statt eigenverantwortlich weiterzugehen. Und man ist über 18. 
    Dabei sind es einfache Fragen, die den Denkhorizont erweitern: 
    • Was kann ich denn noch?
    • Wo wird das gebraucht?
    • Worin bin ich gut?
    • Wen kenne ich denn noch?
    • ...

    Weiterbildung

    Das wäre einfach. irgendein Fachbuch gibt es garantiert in der nächsten Buchhandlung.
    Was würde passieren, wenn man es durchliest und durcharbeitet?
    Es würde diesen Jobsuchenden deutlich attraktiver machen gegenüber dem, der nichts gelesen hat. 
    Statt dessen höre ich leider oft genug: "Herr Körbel, wo ist denn die xyz-Straße?" Wie wäre es wohl, wenn ein Erwachsener, der jederzeit auf der Straße nach dem Weg fragen kann, selbst mit Google-Maps recherchieren würde?

    Ausdruck

    "Wie soll ich denn das sagen?", "Ich weiß nicht, was ich da sagen soll?", "ich weiß nicht, was ich da schreiben soll", ... 
    (Eine Überlegungen wäre mal, ob diese "Soll"-Krankheit auch zur "Soll"-Situation auf dem Konto führt?) 
    Aber wirklich: Wo lebt der, der mir sagt, wie etwas sein soll? Brauchen wir Befehlsempfänger und Nicht-selbst-denkende?
    Wenn der Arbeitsmarkt heute Menschen braucht, die initiativ vorgehen, die sich gut ausdrücken können, dann wäre es sinnvoller, zu sagen, was Du sagen willst.
    Ausdruck und Sprache zu verbessern, ist einfach. 
    • Lesen (Zeitung, Buch, ...), reden, lesen, reden, 
    • nachdenken, lesen, 
    • Fremdwörter nachschlagen, um sie zu verstehen, 
    • reden, lesen, reden, ...

    Auftreten

    Nun, spätestens im Vorstellungsgespräch wollen sich alle benehmen, besser benehmen als hier im Kurs. Ohne Übung? Wie kann das gehen? 
    Beim Laufenlernen sind wir auch auf die Fr*** und den A** gefallen. Wir haben es gelernt. 
    So besteht Hoffnung. 
    Es bleibt sonst nur, dem Chef was vorzuspielen. Fällt er drauf rein, war der Bewerber immerhin ein guter Schauspieler und hat seinen Job. 
    Dann kommt die Probezeit.

    Qualifikationen beweisen

    Ob der Bewerber diese Lüge - und es ist nichts anderes - aufrechterhalten kann, zeigt sich spätestens, wenn er im Betrieb die fachlichen Qualifikationen beweisen darf, im Kundenkontakt besteht und die Erfolge vorweisen kann. Oder eben nicht. Kannst Du es? Dann tue es. 
    Wenn du es tust, tue es besser als andere. Sei exzellent!
    • Du bist zuverlässig, beweise es.
    • Du bist pünktlich, sei es.
    • Du bist verantwortungsbewusst? Dann stehe zu Deinen Fehlern!
    Ist das einfach?  Ja.
    Zwei Fragen dazu:
    • Was macht es für einen Unterschied, ob Du diesen Job machst, oder ein anderer? 
    • Was hat der Chef davon, wenn er dich nimmt?

    Kontakte pflegen

    Dazu habe ich im Artikel über Beziehungen schon einiges gesschrieben. 


    Kurz und gut. Es ist einfach. Es erfordert natürlich einiges an mentaler Disziplin. Das Beherrschen des Kopfkinos will auch gelernt und eingeübt sein. 


    Welche Anregungen brauchst Du noch?

    Freitag, 17. Januar 2014

    Probleme leicht lösen

    Abwechslung macht froh

    Mal etwas Neues tun, Dinge, die Du sonst nie tust, aus der Routine raus. Mal woanders arbeiten, statt im Büro im Café, oder in den Garten, oder ab in den nächsten Park. Schon ändert sich das Leben. Schon bessert sich die Laune. Abwechslung macht froh.
    Ist es so einfach? 
    Ja!
    Übrigens: Das war ein "Ja" und nicht ein "Ja, aber ..."


    Mit dem "Ja, aber ..." verschärft sich das Problem. 


    Nimm einen anderen Arbeitsweg. 
    Betrachte neue Häuser, erhöhe Deine Aufmerksamkeit. Schau mal links und rechts. 
    Iss mal etwas anders und trinke was Neues. 
    Nein, nicht den 10-Uhr-Cappuccino, sondern heute einen Tee? 
    Ein neuer Geschmack bringt neue Erlebnisse.  
    Neue ErLebnisse bringen neue ErGebnisse. 


    ErGEBnis. Da steckt "geben" drin. Du kannst danach was anderes geben. 

    Und was anderes musst du in die Situation hineingeben.
    Denn was Du bisher in die Situation hineingegeben hast, hat das Problem nicht gelöst, sondern geschaffen. Es ist zumindest ein Teil des Problems. 
    Was hast du bisher hineingegeben an Gedanken, an Taten? 
    Da darf jetzt was anderes geschehen! 

    ...mal träumen.  

    Visionen haben. Visionieren. Tagträumen. Sich erleben. Phantasieren. Luftschlösser bauen. 
    Später (das reicht dann immer noch, wenn das Luftschloss im Kopfkino fertig gebaut ist) an das Fundament denken, damit es landen kann. 
    Spielend Deine Zukunft inszenieren. 
    Du darfst Dir erlauben, dahin zu wachsen. 


    Hinterfrag mal Deine eigenen Überzeugungen und Vorstellungen. 

    Stimmt das, was Du da denkst? 
    Stimmt das wirklich?
    Nimm mal (experimentell) die gegenteilige Position ein: 
    Was Du bisher gedacht hast, sei völlig falsch. 
    Nicht der Vater (oder wer auch immer) ist schuld an allem, was ist. 
    Sei stattdessen mal dankbar: Was hast Du dem Vater (oder wem auch immer) zu verdanken? 


    Nein, wir haben die Dinge nicht schon immer so gemacht. 

    Bevor wir das so gemacht haben, haben wir alle in die Hose gemacht. 
    Und wenn man Sch... baut, darf man sich auch abwischen. Das haben wir gelernt. 
    Leben ist Veränderung. Sonst würden wir noch immer krabbeln oder auf Bäumen leben. 
    Und nur wenn es gut geht, brauchen wir irgendwann mal niemanden, der uns wieder den Hintern abwischt. 


    So geht es. Das Leben ist dauernde Veränderung. 

    Ob Du willst oder nicht. Das Leben geht weiter. Auch ohne Dich. 
    Also spann ab, spann aus, komm runter, atme tief und spar Dir den Ärger. 
    Der einzige, der sich ärgert, bist Du selbst über Dich selbst. 


    Dein Problem löst Du nicht in der Denkhaltung, die Du hast. 

    Denn diese hat zum Problem geführt. 
    Dein Problem löst Du nicht in der Überzeugung, die Du hast. 
    Denn diese hat zum Problem geführt.
    Dein Problem löst Du nicht in der Einstellung, die Du hast. 
    Denn diese hat zum Problem geführt. 
    Dein Problem löst Du nicht mit den Arbeitsweisen, die Du normalerweise anwendest. 
    Denn die haben zum Problem geführt. 

    Auszeiten sind wichtig

    Das heißt: Nimm Abstand, bring eine Distanz zwischen Dich und das Problem. 
    "Aus", sagt man zum Hund. 
    Das kann man auch zum Gedankenkreislauf rund um das Problem sagen.
    Wer ist denn der Herr (die Herrin) im Haus Deiner Gedanken? Du. 
    Wenn Du nicht mehr aufs Problem starrst, sondern woanders hinguckst, kannst Du dort womöglich eine kreative Lösung finden. 

    Du bist nicht das Problem 

    Alle Dinge sieht man nur aus einer mittleren Distanz wirklich gut. 
    Betrachte das Problem aus möglichst vielen neuen Winkeln. Das sind jeweils neue Perspektiven. 
    Wofür ist es überhaupt gut?
    Was kannst Du daraus lernen?


    Mutter Teresa soll mal gesagt haben: Es gibt keine Probleme, nur Aufgaben.

    Was ist also Deine Aufgabe? 


    Frag Jesus! (zum Beispiel), das ist kein frommer Scherz. Lass Deine Fragen mal von Jesus beantworten. Oder wenn Du nicht an ihn glaubst, von sonstwem, der Dir Vorbild ist: Nelson Mandela, Viktor Frankl, Queen Mom, Édith Piaf, Eminem, Cindy aus Marzahn oder wem auch immer. Lebende oder Dahingegangene. 

    Was würde dieser Mensch Dir sagen, damit Du Dein Problem lösen kannst? 
    Alle sind sich sicher darin einig: Schau auf die Lösung, und nicht auf das Problem. 
    Die Konzentration (Fokus, Aufmerksamkeit) auf das, was das Problem löst, ist bereits der erste Schritt zur Lösung. 


    Und sei ehrlich. Das hilft. Du weißt es genau, wenn Du in Dich hineinhörst. 

    Halte das drei Wochen durch. Und Dein Leben ist anders! 

    Montag, 13. Januar 2014

    Beziehungen leben

    Kontakte knüpfen, zu gestalten und dann zu pflegen, erfordert Einsatz.
    Zum Beispiel im Reden und Hören. 
    Im Gespräch ist jeder mal dran, es sollte ein Geben und Nehmen sein. 
    Mit wem reden? 
    Mit jedem reden! Als ob das Leben davon abhinge. Es hängt nämlich davon ab. 

    Wozu Smalltalk?

    Rede mir keiner von der Kunst des kleinen Gespräches. Ich hasse Geschwätz. So!
    Normalerweise mag ich das Verb "hassen" nicht, hier passt es. 
    Dumm herumsitzen, über das Wetter, den Fußball, den Promi-Klatsch etwas hören zu müssen, die nächste billige Vorabendserie (aus Amerika) oder Telenovela (die mit dieser bösen Frau) als bedeutende Information zu bekommen. Das billige ich höchstens Heranwachsenden zu, denn sie schreien nach Vorbildern und Orientierung. Aber flaches Gebabbel brauchen auch die nicht. 
    Geschwätz ist unnötig, dummes Genöle, Gejammere und billige Witze ermüden meinen Geist, all das bereitet mir auch körperlich spürbaren Schmerz. 
    Ich bin eine zu starke Person, als dass ich mich mit sinnlosem Gerede abgeben möchte. 
    Ich sage das weder überheblich noch entschuldigend. Und ich klage niemanden an. 

    Ich drücke in einem Satz lieber drei als nur einen halben Gedanken aus. Ich möchte sinnvoll und bewusst sprechen. Auch in der Freizeit. 
    Ich leite eine (kleine, feine) Akademie, das erwarte ich daher schon von meinem Selbstbild. ;-) 
    Aber Scherz beiseite: auch meine Kunden erwarten, dass ich Dinge mitbedenke und Nuancen höre, die sie selbst in ihren Worten und Gedanken nicht wahrnehmen. 
    Kurz: Einen gebildeten Menschen, der hin-hört. 

    Alle Menschen sind interessant

    „Menschen, an denen nichts auszusetzen ist, haben nur einen Fehler: Sie sind uninteressant.“ (Zsa Zsa Gabor) 
    Also: Da man an allen Menschen was aussetzen kann, bedeutet das logischerweise: Alle Menschen sind interessant. 
    Gebildete Menschen sind interessanter. Finde ich. Aber was bedeutet schon Bildung? 

    Menschen wollen über sich selbst reden, das ist wahr. Also können Sie sie etwas fragen. Vorausgesetzt, es interessiert Sie, ja, Sie, verehrter Lesender, vorausgesetzt, es interessiert Sie wirklich. 

    Wer sich interessiert, wird interessant

    Menschen freuen sich über ehrliches Interesse an ihrer Person. Wer offen und ehrlich spricht, ohne allzu viele Absichten zu hegen, dem vertraut man leichter.

    Fragen Sie bitte nicht mich. Ich spreche nicht gern über mich selbst. Ich kenne mich schon. 
    Ich weiß ziemlich viel über mich. Und das meiste ist langweilig. Ehrlich! 
    Die meisten Menschen interessieren sich nicht für mich, auch wenn sie mich etwas fragen. Sie sind nur neugierig. Sie warten nur darauf, dass ich atme, einen weiteren Aspekt einflechten möchte, der mir bedeutsam ist, und schon unterbrechen sie mich, um über sich selbst zu sprechen. 
    Vorbei. Gut ist. 
    Geht Ihnen das auch so? 

    Ich lerne gerne Neues. Im Gespräch bin ich gerne bereit, kurz die Internetdatenbanken zu befragen, um einen Aspekt zu verstehen, den weder ich noch mein Gesprächspartner kennen. Ach, die Quitte ist eine Rose, faszinierend. Meine Mutter kochte Gelee daraus, doch der Quittenbrand ist auch etwas Feines! Oh, dieser Wein ist eine Kreuzung aus zwei anderen, uns längst bekannten Sorten. Und ebenso exquisit, finden Sie nicht auch? 
    Ja, das nenne ich eine gepflegte Unterhaltung. 

    Es gibt Menschen, die langweilen sich dann, die finden Fußball oder schmutzige Witze über Frauen passender. Oder die neuesten Eskapaden der vorletzten Ex-Frau. 
    Vielleicht kann man ja wirklich von jedem etwas lernen. 
    Ich übe mich dann in Geduld. Das gelingt nicht immer. Es geht mir auf den Geist, es nervt. Das darf es. Zahnschmerz nervt auch. Dann tut man was dagegen. Normalerweise das einzig vernünftige und sinnvolle. Muss man nicht drüber reden, oder? 
    Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, nicht auf dem Weg der Sünder geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht. Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken. Alles, was er tut, wird ihm gut gelingen. Nicht so die Frevler: Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. (Psalm 1)

    Wer fragt, führt! 

    Fragen Sie  also nicht so, dass man mit Ja, Nein, gut, schlecht, antworten könnte. 
    Das bringt niemanden weiter. 
    Der Schlüssel zum Erfolg sind Fragen. Große, aufschlussreiche Fragen. Fragen Sie bedeutende Fragen, und gewichtige, die Ihnen beiden weiterhelfen. Nur wenn Sie solche Fragen stellen, finden Sie die Antworten der Menschen, der wirklich interessanten Menschen, die Ihnen von Ihren großen Leidenschaften, Hoffnungen, Träumen, von ihren Ideen berichten. 
    Da können Sie alles fragen: 

    Familie? 

    • Oh, ich spüre, es verletzt Sie, dass Ihre Exfrau sich so benimmt. Haben Sie gemeinsame Kinder? 
    • Wie geht es Ihrer übrigen Familie? 
    • Woran haben Sie erkannt, dass Ihr Sohn sich verändert hat? 
    • Was hat Sie daran am meisten überrascht?

    Beruf? 

    • Was machen Sie denn beruflich? 
    • Wie sind Sie dazu gekommen? 
    • Was macht Ihnen die größte Freude an Ihrem Beruf? 
    • Welche Fähigkeiten braucht man, um das tun zu können? 
    • Wie sehen Sie diesen Beruf in zehn Jahren? 
    • Und wo sehen Sie sich? 
    • Wie haben Sie Ihr Unternehmen im vergangenen Jahr umstrukturiert um auf die großen Herausforderung des nächsten Jahrzehnts vorbereitet zu sein? 
    • Was hat gut funktioniert und was nicht? 
    • Rückblickend betrachtet, was hätten Sie gerne anders gemacht?
    Übrigens: 
    Im Vorstellungsgespräch zum nächsten Job, zur nächsten sinn-vollen Tätigkeit, werden Fragen gestellt und beantwortet. 
    Und der Smalltalk am Anfang des Vorstellungsgespräches ist eine der wunderbarsten Anknüpfungspunkte, um das aufzubauen, was schlussendlich zur neuen beruflichen Tätigkeit verhilft: Beziehung. 
    Haben Sie sich schon mal für die Denkwelt Ihres zukünftigen Chefs interessiert? 

    Sinn 

    Oh ja, die großen Lebensfragen. 

    • Woher kommen wir? 
    • Wohin gehen wir? 
    • Warum sind wir hier? 
    • Wer ist Ich? Und warum so wenige?
    • Was trägt mich? 

    Selten nehmen sich Menschen dafür Zeit. Doch es ist immer bereichernd.
    Ob im Seelsorge-Gespräch, im Coaching-Gespräch, in der Karriereberatung und Strategieentwicklung. Menschen gehen "größer" daraus hervor, reicher, freier, selbstbewusster. 
    Da erlebe ich meine Berufung. Und die ist für andere gut. Da gehen wir gemeinsam und säen eine gute Zukunft. 
    Und wissen Sie was: Jeder gewinnt! Das braucht oft keine Worte mehr. Und das ist auch gut so. Denn: 
    Wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen. (Ludwig Wittgenstein)

    Donnerstag, 5. Dezember 2013

    Arbeit und Advent

    von Thomas Körbel

    Gedanken zum Zusammenhang

    Arbeit verschlingt eine Menge Zeit. Die meisten setzen 40 Stunden pro Woche, 40 Jahre und mehr ihres Lebens dafür ein. "Der Beruf", so sagt Nietzsche, "ist das Rückgrat unseres Lebens." 
    Wer also keinen Beruf hat, hat kein Rückgrat? 
    So kann das ja nicht gemeint sein. Doch da Menschen ohne Arbeit sich oft würdelos fühlen und oft genug würdelos behandelt werden mag was dran sein, dass Arbeit und Menschenwürde zusammengehören. Vom Verdienst mag ich erst gar nicht reden. Beim Mindestlohn reden wir von einem Tagessatz von 68 €. Menschen können oft genug ihr Leben nicht mehr durch Arbeit finanzieren. 
    Wenn der Staat sich nicht mehr um die Menschen kümmert, müssen wir es selbst tun. 
    Selbstständige Arbeit verschlingt eine Menge mehr Zeit als das Angestelltendasein, auch wenn "selbst und ständig" sicherlich Unfug ist. Es ist ein anderer Weg, sich (auch nebenberuflich), ein menschenwürdiges Einkommen zu verschaffen. 
    Und was hat das mit Advent und Weihnachten zu tun? 
    Advent ist eine Zeit des Innehaltens und des Still-Werdens. Des sich Vorbereitens auf das Kommende, Neue, Gewaltige und Verändernde. 
    Was können wir da tun? Ohnmächtig zuschauen, oder aktiv eingreifen? 
    Schauen, ob der Lebensweg der richtige ist. Nachdenken, ob die Richtung stimmt. 
    Sich über die eigenen Begabungen Gedanken machen. 
    Und die Frage beantworten, ob die Begabungen am richtigen Ort eingesetzt sind. 
    Welche Arbeit kommt auf die Menschen zu? Was müssen wir lernen? Technik, Computer, Touchscreen oder schon wieder was Neues? Kopf- oder Herzensbildung? Wie schnell lernen und wie oft Neues lernen?
    Was ist das Kommende am Arbeitsmarkt? War das Ausliefern der Amazon-Päckchen mit Drohnen nur ein Aprilscherz, der sich in den Advent verirrt hat oder ein Signalfeuer? 
    Was ist das Menschenwürdige der Arbeit? (Für den Bereich Pflege gab's da mal ein paar Gedanken von uns.)
    Und wie geht es mir dabei? Mach ich mir Sorgen um die Zukunft oder sorge ich für eine Zukunft? 
    "Über allem liegt als Schutz und Schirm die Herrlichkeit des Herrn." (Jesaja 4,5b) 
    Tröstliche Worte bietet diese Jahreszeit allemal. Und eine Zukunftsgewissheit obendrein. 

    Dienstag, 3. Dezember 2013

    Aller Anfang...

    von Thomas Körbel

    Na gut, aller Anfang sei schwer, heißt es. Doch die ersten Worte zu tippen habe ich nur etwas gezögert. Warum? Na, weil, wer schreibt, bleibt? Da ich sonst auch schreibe, kann es diese Angst nicht sein. Weil ich nicht weiß, was ich da schreiben "soll"? Wer sollte es mir denn vor-schreiben? Bloggen hat was Eigenes, denke ich. Und so wage ich's mal.

    Themen

    Oh, Themen hab ich viele: Menschen, die mir begegnen, Eindrücke von Erlebtem, Gedanken zu Filmen, Büchern. Philosophisches, Spirituelles und Theologisches (Was ich nie als Differenz erlebt habe, was dann aber auch zu meiner gesunden Distanz vom Kirchlichen führte), Berufliches: Arbeit und Pflege - neben der Philosophie und der Spiritualität sind das die gegenwärtigen Schwerpunkte der Academia Aurata. Diese Bildungsakademie ist ebenfalls etwas Eigenes. Etwas Individuelles.
    Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Ein Blog ist etwas, womit der Mensch konkreativ, mitschöpferisch tätig werden kann. Gott sah, dass die Schöpfung sehr gut war. So kann es hier auch nur gut werden. Ich freue mich aufs bloggen.