Auf Zeit Online findet sich ein Artikel von Anne Kunze und Marlies Uken zur Bewertung von Pflegeheimen.
Aus aktuellem Anlass hierzu Gedanken von Rolf Ochs (auf Xing), dem Pflegesachverständigen der Academia Aurata.
Benotung ist Auslegungssache
Die Benotung in der allgemeinen Beurteilung der Pflegedienstleistungen, wie sie hier vorgeschlagen wird, ist in Ordnung. Nur die Auslegung lässt sehr zu wünschen übrig.
Wie haben wir schon in der Schule gelernt? 1-6 = Sehr gut bis Ungenügend. Sehr gut bis ausreichend , also 1-4 entspricht der allgemeinen Norm und ist mindestens genügend, alles was schlechter ist muss berichtigt und verbessert werden.
Bei der jetzigen Beurteilung muss schon eine 1,5 berichtigt und verbessert werden.
Ist das unsere Wunschvorstellung in der Gesellschaft, höher besser weiter, die Fürsorge für unsere Mitbürger soll eine Leistungsschau oder gar Sportveranstaltung werden?
Die ersten Worte in diesem Artikel sind bereits nur negativ Beispiele.
Eine Schlagzeile wie zum Beispiel:
"Pflegeheim betreut und pflegt seine Bewohner zur vollsten Zufriedenheit"
suchen wir wohl für noch lange Zeit vergebens. Die angegebenen Argumente sind immer wieder "nicht menschenwürdig", "keine Zeit" - niemand sagt "keine Kollegen".
Personalnotstand?
Wir können mit einfachen Mitteln einige Misstände aus dem Weg räumen. Jedoch bedarf es den Mut, das Engagement und die Einsatzbereitschaft der leitenden Pflegenden, die als Vorbild erscheinen sollen.
Machen wir uns erst einmal Gedanken.
Nicht, was kostet das? Sondern: Wie kann man das ändern?
Wie kann man das ändern?
Ich bin der festen Überzeugung, durch gut ausgebildetes Pflegepersonal ohne Wenn und ohne Aber für unseren Beruf und unser Ansehen in der Gesellschaft können wir den ersten Schritt in eine generationenübergreifende gut zusammenlebende Gesellschaft gehen. Dazu möchte ich ermutigen. Die Kontrollen eines MDK's können wir dann nach und nach vergessen, denn "schwarze Schafe" werden sich ganz von selbst erledigen!
Die Kollegen die sich für den MDK, also zum Kontrollieren, nicht zum Beraten und Helfen entschieden haben, sind meines Erachtens auf dem Holzweg.
Es gäbe eine bessere Strategie. Aufsicht und Hilfe kann man auch mit einer "Pflegekammer" erreichen, analog den Handwerkskammern, und so ließe sich den Pflegeheimen, Wohnheimen, Seniorenresidenzen, Pflegediensten und anderen Betreuungseinrichtungen in besserer Weise helfen.
Rolf Ochs
Pflegesachverständiger, Pflegefachkraft
Ist es möglich sich von selbstsüchtig in selbstlos zu verwandeln?
Das scheint mir beides illusionär zu sein. Was ist das Selbst, das ich los sein will?Was ist das Selbst, nachdem ich süchtig zu sein glaube? Sind das nicht Unterschiede, die ebenfalls nur im Kopf sind? Wenn wir eins sind, was ist dann das Selbst? Wenn wir zwei zwei sind (und so erleben wir das), dann sind wir genauso wichtig wie der Andere, mal mehr du, mal mehr ich. Das ist der Rhythmus des Lebens. Wir können nur schwer auf einem Bein laufen. Nur wenn allzuviel Ungleichgewicht entsteht, wird es zu unruhig, dann "kippt" es, dann "fallen" wir - hin.Der Andere mag uns Grenzen aufzeigen, für unsere Demut sorgen. Das ist unangenehm, aber wichtig.Und warum sollten wir uns verwandeln? Wir uns? Ist das nicht selbstsüchtig? Eigenmächtig? Wir haben von Gott das Angebot, uns verwandeln zu lassen. Das glauben wir nicht, das wollen wir oft nicht, wehren uns, wir müssten uns Selbst loslassen. Dann wären wir unser Selbst los und hätten es doch gefunden.
"Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit" (Eph. 4, 24)
Ich denke: Gott will nicht, dass wir jemand anderes sind als wir Selbst. Und ich denke, das "selber machen wollen", wie ein Kleinkind, ist etwas unreif für ein Kind Gottes.Aber will nicht auch noch der alte Mensch (der bisherige Mensch, aber auch der sich in der Pflege befindende, an Jahren alt gewordene Mensch) alles selber machen wie ein Kleinkind, kann oft keine Hilfe annehmen, obwohl die Hilfe des Nächsten doch ein großes Geschenk ist?
Genau das ist die Situation des „alten Menschen“: selber machen wollen.Doch im Evangelium und in den Paulusbriefen ist vom „neuen Menschen“ die Rede: Gott macht es für Dich. Ein erlösender Gedanke, finde ich. Wahres Umdenken, echte Persönlichkeitsbildung.
Ich ziehe einen Schlusstrich unter den "bisherigen", alten Menschen.
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ein gutes neues Jahr 2014 wünscht der Sinn und Seele Blog der Academia Aurata!
von Thomas Körbel
Na gut, aller Anfang sei schwer, heißt es. Doch die ersten Worte zu tippen habe ich nur etwas gezögert. Warum? Na, weil, wer schreibt, bleibt? Da ich sonst auch schreibe, kann es diese Angst nicht sein. Weil ich nicht weiß, was ich da schreiben "soll"? Wer sollte es mir denn vor-schreiben? Bloggen hat was Eigenes, denke ich. Und so wage ich's mal.
Themen
Oh, Themen hab ich viele: Menschen, die mir begegnen, Eindrücke von Erlebtem, Gedanken zu Filmen, Büchern. Philosophisches, Spirituelles und Theologisches (Was ich nie als Differenz erlebt habe, was dann aber auch zu meiner gesunden Distanz vom Kirchlichen führte), Berufliches: Arbeit und Pflege - neben der Philosophie und der Spiritualität sind das die gegenwärtigen Schwerpunkte der Academia Aurata. Diese Bildungsakademie ist ebenfalls etwas Eigenes. Etwas Individuelles.
Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Ein Blog ist etwas, womit der Mensch konkreativ, mitschöpferisch tätig werden kann. Gott sah, dass die Schöpfung sehr gut war. So kann es hier auch nur gut werden. Ich freue mich aufs bloggen.