(Maurice Decmont)
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Mittwoch, 6. August 2014
Ein Gedanke
Wir überleben nicht ohne das Rudel. Das war früher auch so. Doch heute? Wir hören die richtige Musik, fahren das richtige Auto, ziehen die Klamotten an und umgeben uns mit den Menschen, die ‚in‘ sind. Damit stehlen wir die Aufmerksamkeit anderer, und geben sie uns als Bedeutsamkeit. Wir werden akzeptiert, was nur bedeutet, wir fallen nicht unangenehm auf und bekommen keinen Ärger und halten das auch noch für gemocht oder gar geliebt werden. Wir warten dann, bis unser Stück der Jagdbeute uns zugeteilt wird und nennen es Sicherheit, ‚unser Leben‘, und merken nicht, wie wenig authentisch wir dabei sind, wie wenig ‚richtig‘ das ist. Wir sind fremdgesteuert und wissen nicht mal, wer wir selbst sind.
Mittwoch, 16. April 2014
Karfreitag
Die Karfreitagsliturgie ist wohl die älteste und ursprünglichste Form eines christlichen Gottesdienstes, es ist mit dem Abendmahl und der Auferstehungsfeier der wichtigste Gottesdienst der Christenheit — und zugleich der befremdlichste.
Er sollte es sein. Ist es oft nicht. Sie halten es nicht aus.
Du hältst es nicht aus.
Kein Blumenschmuck, kein Trauergesang, keine Kerzen. Kein Tanz!
Das Kreuz als trostloses Zeichen alleine, wirft uns auf uns selbst zurück.
Es gibt keine Eucharistie, ja, nicht einmal eine Kommunionfeier.
(Das wäre wünschenswert. Aber man hält es nicht aus.)
Nichts, womit wir normalerweise Zeichen von Gottes Nähe zu uns Menschen erleben, kann uns über die Tatsache hinwegtrösten, dass Jesus stirbt —
http://jobo72.wordpress.com/2014/04/17/millionen-christen-durfen-nicht-feiern/
Wir dürfen feiern! Wir wollen nur nicht mehr, oder?
jetzt, am Kreuz
— und weil der, den wir für den Sohn Gottes hielten, am Kreuze hängt und stirbt werden wir heute in unserer Erinnerung, in unserem Inner-en, Inner-sten mit ihm gekreuzigt und ihm nachsterben.
Jetzt wird mein Elend voll, und namenlos erfüllt es mich. Ich starre wie des Steins Inneres starrt. Hart wie ich bin, weiß ich nur Eins: Du wurdest groß — ...und wurdest groß, um als zu großer Schmerz ganz über meines Herzens Fassung hinauszustehn. Jetzt liegst du quer durch meinen Schooß, jetzt kann ich dich nicht mehr gebären. (Rainer Maria Rilke)
Die Mutter trägt ihr totes Kind. Kein Gott, keine Erlösung greifbar, kein Messias und Heiland mehr, der Deine Not lindert, und Dich Menschlichkeit lehrt. Der Tod hat ihn erlöst, und Dich und uns hat er vergessen. Wie sehr Gott in ihm auch in die Welt gekommen sein mag; heute ist er tot; aus den Augen, aus dem Sinn.
Er starb nicht
Er starb nicht, er verreckte am Kreuz, verendete. Wir haben sein Folterinstrument, das Kreuz als Schmuck in unsere Wohnzimmer gehängt und es somit sehr schnell überspielt und verharmlost. Da hängt er, hübsch in Silber und Gold gegossen, oder aus Holz geschnitzt, damit man das viele Blut nicht mehr sieht.
Wie fühlst Du Dich?
Jetzt? Schrei laut auf, rauf Dir die Haare, streu Asche aufs Haupt, zerreiß Deine Kleidung, bedecke die Statuen und Kreuze, verbrenne die Blumen, wirf die bunten Fenster der Kirchen ein und lass keinen Stein eines jeden Gebäudes auf dem anderen.
Welcher Gott, welcher tote Heiland liegt dir quer?
Oder sitzt dir dein Gott im Nacken? Fühlst du dich von ihm überwacht, kontrolliert, beobachtet? Er flüstert dir vielleicht ein, du wärest ein schlechter Mensch, voller Fehler, dass du alles falsch machst. Du meinst, du müsstet es nur besser machen, dann würde Gott dich lieben, dann würdest du auch ein bisschen Glück im Leben haben? Gleichzeitig stehst du da, betrachtest vielleicht alle anderen als etwas Besseres als du selbst es bist; oder bist du verschlagener, argwöhnisch den anderen gegenüber: Sie werden wohl etwas im Schilde führen, sie sind hinterhältig.
Du bestehst auf dein Recht? Du kämpfst mit allen Mitteln darum, du musst Recht haben? Was Du sagst, das ist die Wahrheit. Du setzt deinen Willen durch und ständig streitest du mit anderen um nutzlose Kleinigkeiten, ob nun zu viel oder zu wenig Haare in der Suppe sind. Du siehst es grundsätzlich immer anders als der Rest der Welt es sieht? Du suchst dein Heil auf dem Rücken anderer zu finden und merkst nicht, wie deren Rücken unter deinem Gewicht immer krummer und unter deinen Peitschenschlägen zu platzen beginnt.
Du bist stolz auf deine Unabhängigkeit von deinen Mitmenschen. Du genügst dir selbst? Du willst nicht auf andere angewiesen sein, willst selbst stark sein? Männer sind so! Frauen müssen auch stark sein. Das kostet viel Kraft. Du wirst dich wohl nicht allzu sehr vom Mitgefühl mit anderen bewegen lassen, das Leid der Welt, es zieht an dir vorüber. Barmherzigkeit mit den Schwachen ist eine gute Idee, vielleicht verstehst du sogar was davon: Man soll schon Gutes tun, brav sein und so ... Aber du bist vor Jahren mal beleidigt worden und bist bis heute unversöhnlich. Und das bleibst du für alle Zeiten?
In der Tiefe Deines Herzens gibt es keinen Platz für einen Gott, der sich am Kreuz ganz schwach machte, keinen Platz für einen Gott, der am Kreuz hängen bleibt, auch nachdem er aufgerufen wurde, sich als kraftvoll und mächtig zu erweisen, sein Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen und endlich Ordnung zu schaffen und aufzuräumen. Kein Platz für einen Gott der sich als ohnmächtig erweist. Denn da ist schon ein anderer Gott.
Gib diesem falschen Gott einen Kuss, verrate ihn. Lade deinem Gott das Kreuz auf den Rücken, auf den Kreuz-Weg schick ihn und lass Dir diesen Gott nicht länger quer liegen, überlass ihn seinen Gegnern, aus dem Weg mit ihm, aus den Augen, aus dem Sinn.
Schlag ihn ans Kreuz, deinen Gott, lass ihn dort hängen und elendiglich zu Grunde gehen, hab kein Erbarmen mit ihm, warts ab, ob er vom Kreuz heruntersteigen wird, wenn nicht, soll er doch hängen bleiben, aus dem Weg mit ihm, aus den Augen, aus dem Sinn.
Und Wir anderen?
Bleibt hier, wachet mit mir, mit mir hier, oder geht einfach weg. Wir wachen nicht mehr, wir beten nicht mehr, wir glauben nicht mehr. Was auch immer wir davon vielleicht einmal taten, es hat offensichtlich nicht viel gebracht.
Alle Grausamkeiten, die andere ihm antaten, es waren ja immer die anderen, haben wir übertüncht. Wir können nun schreien, klagen, weinen, uns Asche aufs Haupt streuen, aber selbst wenn wir unsere schönen Kirchen abreißen, ändert das nichts mehr. Alle unsere Hoffnungen sind zunichte, Erwartungen auch, mit ihm eben an diesem Kreuze jämmerlich zugrunde gegangen. Unser Leben ist missglückt, kein happy end. Grausame Wahrheit. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Wir halten es nicht lange aus, unter dem Kreuz aus, möglichst schnell verschwinden wir aus seiner Todes-Stille, die auf den letzten Schrei folgte, haben den Stein abgelegt,vors GRab gerollt, schon beinahe vergessen, wo wir standen, gleich ein Gebet gesprochen und hören vielleicht, vielleicht eher nicht, irgendwelche Worte eines Predigers, der meint, vielleicht eine Antwort geben zu können.
Ach was, also wirklich, Leute, wenn ihr das von mir erwartet, tut es mir leid, ich weiß da auch nicht weiter. Aber das Leben geht schließlich weiter.
Entstellt bis zum Davonlaufen
Es gibt wirklich keinen, der heute nicht davonlaufen möchte, so wie es die anderen Jünger taten. Also machen wir es wenigstens wie diese, laufen wir auch davon. Unser Gott ist tot, wir suchen keinen Lebenden. Lasst uns ihn ins Grab legen, lasst uns den Stein vor das Grab rollen, damit es nicht so stinkt, wenn er verwest, aus dem Weg mit ihm, aus den Augen, aus dem Sinn.
Der am Kreuz so grausam Entstellte, er ent-stellt, das ist eröffnet, uns den Blick auf unseren Gott, welcher auch immer es ist. Er ent-stellt den von frommen Tränen verschleierten Blick auf unser Leben, und eröffnet, zeigt es uns so, wie es wirklich ist.
Vielleicht verstellt uns das Kreuz, das wir uns selbst auferlegt haben, den Blick auf den, der sich uns gegenüber als Entstellter nicht verstellt sondern eröffnet.
Den so Querliegenden, den können wir nicht mehr übersehen.
- es liegt quer, das Wahrheit frei macht.
- es liegt quer, dass Gott im Menschen ist, in dem, der neben dir sitzt.
- es liegt quer, dass Gott in uns allen geboren ist, gelebt hat, gestorben ist.
- es liegt quer, dass da ein Mensch sitzt, der Hoffnungen, Ängste, Befürchtungen, Hoffnungen hat, Gefühle, der nicht besser, nicht schlechter ist als du, auch wenn er so tut.
- es liegt quer, zu vergeben.
- es liegt quer, die "glückliche Schuld"
- es liegt quer, der Mensch geworden ist, um Menschen zu befreien.
- es liegt quer, das Geheimnis des christlichen Glaubens.
Aber dass im Tod das Leben ist, das könnte heute an uns geschehen.
Denn das letzte Wort ist gesprochen, der Todesschrei ist ausgestoßen.
Er atmet nicht mehr.
Er ist tot.
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Und für einen Augenblick hält die Schöpfung den Atem an.
Und man hält es nicht aus.
Der Vorwurf: Mein Gott, warum hast du uns verlassen?
Alle sind wir nun hineingezogen in die Stille des Grabes
Spürst Du, wie es Dir kalt wird an den Füßen, im Gedärm, im Herz.
Mein Gott, warum hast du uns verlassen?
Du lässt uns zurück in einem Leben, das unvollendet ist.
Soviel hatten wir mit dir noch vor, nach Jerusalem wollten wir ziehen, später von Rom aus die Welt erobern — und nun? Grausame Hoffnungslosigkeit, erinnerungsvolle Vergangenheit — aus, ein für allemal aus und vorbei. Du bist fern meinem Schreien. Du bist tot. Und ich halte es nicht aus.
War das denn wirklich nötig?
Warum musstest du denn auch bis zum letzten gehen?
Haben wir dir nicht immer gesagt, dass du vorsichtig sein solltest?
Wäre es denn nicht klüger gewesen, etwas mehr Zurückhaltung zu zeigen?
Es war doch klar, dass die Mächtigen sofort zuschlagen würden, wenn sich die Gelegenheit deiner Unachtsamkeit bietet.
Wir wussten es doch, dass es so nicht weitergehen kann.
Waren wir selbst taub geworden für die Realität dieser Welt, nur um deinen Worten zu lauschen und den himmlischen Klängen unserer Erwartung eines paradiesischen Friedens im Reich Gottes hier und jetzt zu lauschen?
Träume, die nun zerplatzt sind wie Seifenblasen.
Nur noch Augen für dich hatten wir, so schön war es, an deinen Lippen zu hängen und schon lange blind geworden vor Liebe, schauten wir sogar noch weg, als der erste Peitschenschlag deinen Rücken zum Platzen brachte.
Und wir hätten dich noch so sehr gebraucht.
Wir wollten von dir noch so viel lernen und dir noch so viel erzählen und nun bist Du tot.
Hättest du nicht eingreifen können?
Du gabst uns doch Hinweise genug, dich als unseren Messias, unseren König, als Herrscher, der alles umstürzen wird, zu erkennen. Doch du, du Hoffnungsträger all unserer uneingestandenen Veränderungswünsche bist nicht geflohen, hast dich nicht gewehrt, hast nicht zurückgeschlagen, sondern das Kreuz getragen und dich auch noch dranschlagen lassen, du Narr! Dich vorgeworfen, uns zum Vorwurf geworden.
Warum nur?
Warum nur hast du da deine Macht nicht gezeigt?
Warum nur hast du deine Last nicht auf den Herrn gewälzt?
Warum nur hat Gott dich nicht herausgerissen?
Und wir rufen bei Tag doch du antwortest uns nicht mehr, und wir rufen bei Nacht und finden keine Ruhe.
Und immer wieder meinen so viele, Antworten geben zu können.
Hingeworfenes
Schwachherziger Versuche des Trostes, vor uns hin geworfen,uns zum Vorwurf gemacht, was der Sinn deines Lebens, der Sinn deines Todes sein soll, der Sinn unseres Leidens und unseres Todes, der Sinn des Millionen und abermillionenfachen Todes. Für uns. Unserer Sünden wegen. Weil wir zuviel an Sex gedacht, Schokolade genascht, nicht brav gefastet und manches mehr getan und vieles unterlassen haben, durch meine Schuld, erzählen sie uns von ihren Kanzeln und erinnern sich in ihren Büchern seit Jahrhunderten, du seist der Gottessohn, dass du gestorben seist für unsere Sünden, um unser Leid auf dich zu nehmen und uns zu erlösen.
Und alle Fragwürdigkeit deines Lebens erklären sie uns ebenso weg wie die Zumutung deines Todes.
Weggeworfen, dein großer Ent-wurf in unserem Geworfensein einen neuen Wurf zu wagen.
Du bist ihnen aus dem Augen, aus dem Sinn.
Gott ist tot
Und inzwischen weiß es alle Welt, wir sind der Leute Spott geworden, alle die uns sehen, lachen über uns, die wir noch immer an deinen Worten hängen. Euer Gott ist tot.
Und es scheint uns, sie haben Recht, denn das deckt sich mit unserer Erfahrung. Leid und Tod ohne Sinn war, ist noch immer, mitten im Leben und aller aus dem Leben Gerissenen von Herodes bis Auschwitz, von den Indianern Amerikas bis Syrien und den im Mittelmeer Ertrunkenen, von dem jungen drogensüchtigen Obdachlosen in der Stadt, verstoßen von ebenso braven Leuten wie uns, bis zur alten, dementen Frau in unseren Pflegeheimen. Sie vegetieren dahin schon während ihres Lebens und später lassen wir auf unseren Friedhöfen ihre Gräber verroten. Und wie neue Blumen ihre Farben erstrahlen lassen nur um wieder zu verwelken, so vergehen auch unsere Beziehungen und Freundschaften. Ist das der Kreislauf des Lebens, Gott, müssen wir nur geboren werden um zu sterben? Wie du?
Bist du tot? Aus den Augen, aus dem Sinn, wie diese?
So werden wir leben!
Weiterleben, das Leben, es geht schließlich weiter.
Weiter, mit all unseren unbeantworteten Fragen, wieder und wieder von neuem sie aufwerfen, hinwerfen, vorwerfen,nachwerfen, neu werfen, umwerfen. Klagen, dich anklagen, verzweifeln, den nächsten Atemzug machen, Menschen sinnlos leiden, sterben, einander töten sehen, uns unsrem eignen Ende entgegen atmen, das genauso sinnlos erscheint und uns vielleicht nur die scheinbare Ruhe gibt, endlich nicht mehr weiter fragen zu müssen.
Und immer noch und immer wieder sind dein Leiden, dein Sterben und dein Tod ein Teil davon, denn du bist uns aus den Augen. Wo ist da der Sinn?
Weiterleben, das Leben, es geht schließlich weiter.
Weiter, breiter, weitend, immer weiter werdend, mit jedem Atemzug weiter klagen, immer weiter, noch weiter. Und dafür Sorge tragen, dass dieses Klagegeschrei niemals aufhören wird. Noch unsere Enkel und Urenkel,alle Generationen sollen darüber klagen und die Frage weitertragen bis in alle Zukunft hinein, und wenn sie uns Menschen auf anderen Planeten ansiedeln werden soll diese Frage und diese Klage immer mitgehen.
Wir schreien unsere Klage in deinen letzten Schrei mit hinein.
Und wir schreien noch lauter, weil wir auch die Klage derer darin erschallen lassen wollen, die nicht mehr klagen, die nicht mehr klagen wollen, die nicht mehr klagen können und die Klage all derer, die nicht klagen dürfen.
Wir werden diese Klage mit jedem Wort aussprechen, mit jedem Lied hinaus singen, in jedem Buch mitlesen, in jedem Film mitschauen, in jedem Menschen mittragen, in allem Tun und Lassen, jeden Morgen aufs Neue mit ihr aufstehen, jeden Tag hindurch zum Abend mit ihr leben und in den Nächten werden wir sie träumen.
Und wenn wir verstummen, so lassen wir unsere Steine klagen.
Weiterleben, das Leben, es geht schließlich weiter.
Und seit heute, mein lieber, mein nicht mehr atmender Gott, seit heute, da du tot bist, klingt unser Klagen und Fragen etwas anders als vorher, und es wird immer wieder von neuem und anders klingen, es verändert sich immer.
Denn ab heute werden wir nicht mehr glauben, dass du Gott, von all dem Dunkel menschlichen Lebens keine Ahnung hättest und wir werden dir auch nicht mehr den Vorwurf machen: "Ach Gott, du weißt ja nicht, wie das ist."
Du bist uns aus den Augen, doch nicht aus dem Sinn.
Du hast unser kleines, armseliges, manchmal ganz schönes und manchmal ziemlich beschissenes Leben mitgelebt.
Seht hin, so werden wir unsere Klage beenden:
Seht was für ein Mensch, Gott, mit uns. Mit der Welt.
In seinem Leiden das unsere, in seinem Tod den unseren.
Vor aller Augen geschehen. Mit allen Sinnen.
Ganz. Hörend. Ermutigend. Dankend. Liebend, Neu denkend, Staunend.
Vor aller Augen, mit Sinn.
...und ich halte es aus, und Du wirst groß
(weiter am Ostermorgen, Sonntag um 6.00 Uhr!)
Freitag, 24. Januar 2014
abhängig
Willst Du auch unabhängig sein?
Ein paar Gedanken dazu:
Abhängigkeit ist für viele offenbar etwas, was sie loswerden wollen.
Abhängigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang immer Unfreiheit.
Freiheit versteht sich hier als Ausdruck von Unabhängigkeit, z.B. finanzielle Unabhängigkeit. Am Monatsende möchte jeder eine bestimmte Summe oder größer auf dem Konto haben.
Die Freiheit, Geld für Dinge auszugeben, bezeichnen wir passenderweise heute als Sparen und wundern uns, dass Haushalte sich verschulden. Und dann wundern sich viele, dass am Geldende noch eine größere Summe Monat da ist. Sparen hieß früher Geld aufs Sparbuch bringen und auf Ausgaben verzichten. Verzicht macht frei.
Was heißt da also Freiheit, wenn ein Mensch vom Geld abhängig ist? Geldunabhängigkeit wäre mal eine Überlegung wert.
In unseren Beratungen fällt mir immer wieder auf, wie fantasielos Menschen mit ihren Einkommensmöglichkeiten umgehen. Das gute, alte Sparen wäre ja ein Weg.
Aber viele wollen glänzen, wollen haben, was alle (angeblich) haben, weil sie abhängig, süchtig geradezu sind, von anderen anerkannt zu sein. Wie Kleinkinder, die abhängig von Mama und Papa sind, sind sie auf der Suche nach Anerkennung von außen. Smartphone, Flachbildschirm, Auto, neues Wohnzimmer.
Ein Baby bleibt für eine gewisse Zeit, abhängig. Es kommt sicher auf viele Umstände an, doch wenn ein Kind länger als nötig abhängig bleibt, stimmt was nicht. Was stimmt nicht mit den Geldabhängigen, den Ansehensüchtigen, den Unfreien?
Es gäbe übrigens noch viele andere Wege, die Abhängigkeit vom Geld zu reduzieren. Meistens liegen sie auf der Hand. Einer davon wäre: Statt es zu erjagen und zu bedauern, dass es fehlt, erst einmal den wirklichen Reichtum erkennen, der schon längst da ist!
Nach Bertrand Russell ist die Furcht vor der Preisgabe des eigenen Ich ein psychologisches Hindernis für die freie Entfaltung der Liebe.
Andere nicht kopierend, das Eigene nicht simulierend, mit anderen zusammen seinen Teil zum Ganzen beitragen.
Freiheit von und Freiheit für...
Ich unterscheide mehrere Freiheiten:
Frei sein von Zwängen, Unterdrückung.
Frei sein für Kreativität, Individualität, frei für Entscheidungen.
Was nehmen in anderen Ländern die Leute auf sich, um endlich "frei" und demokratisch wählen zu können.
Was nehmen Schüler auf sich, um kilometerweit in die Schule zu gehen mit dem Hunger nach Bildung.
In unserem Ländern halten sich viele für so "frei", nicht wählen zu gehen und damit politisch gewonnene Freiheit aufs Spiel zu setzen. Und Jugendliche nehmen sich gerne die Freiheit, "abzuhängen" (Das erinnert mich irgendwie an abhängig sein.) und Zeit sinn-los zu vergeuden. Zumindest in den Augen der Reifen, der Erwachsenen, der Älteren.
Ein anderer Gedanke: Wie sollte unsere Gesellschaft funktionieren ohne dass wir zu Informationen Zugang haben? Also: Dass wir frei sind für Informationsaufnahme, für Bildung, für Meinungen, und somit frei(er) von Manipulationen.
Und noch ein anderer Gedanke: Vertrauen? Was ist dieses "gegenseitige Vertrauen", das im Zitat oben geradezu als Gegenteil von "Abhängigkeit" verstanden wird? Eine gegenseitige Ergänzung? Einfach eine Arbeitsteilung? Eine wechselseitige Abhängigkeit, ein Vertrag?
"Weißt Du ich brauche keine selbständige Tätigkeit sondern eine versicherungspflichtige! Ich bin dann zwar von meinem Mann abhängig, das bin ich seit 30 Jahren, wir haben immer zusammen geholfen! Ich empfinde das als keine Abhängigkeit, sondern gegenseitiges Vertrauen! Ich kann Dinge, die er nicht gerne macht, die mache ich, aber ich hab ihm alles gezeigt, damit er das auch alleine schafft und es gibt Dinge die mag ich nicht, die macht er! Die will ich aber auch nicht wirklich gerne lernen, z. B. Reifen wechseln."Das schrieb mir jemand Liebes.
Ein paar Gedanken dazu:
Abhängigkeit ist für viele offenbar etwas, was sie loswerden wollen.
Abhängigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang immer Unfreiheit.
Wie du Freiheit erlangst
Das Gegenteil von Freiheit, so hat man mir mal beizubringen versucht, sei Un-Freiheit.Freiheit versteht sich hier als Ausdruck von Unabhängigkeit, z.B. finanzielle Unabhängigkeit. Am Monatsende möchte jeder eine bestimmte Summe oder größer auf dem Konto haben.
Die Freiheit, Geld für Dinge auszugeben, bezeichnen wir passenderweise heute als Sparen und wundern uns, dass Haushalte sich verschulden. Und dann wundern sich viele, dass am Geldende noch eine größere Summe Monat da ist. Sparen hieß früher Geld aufs Sparbuch bringen und auf Ausgaben verzichten. Verzicht macht frei.
Was heißt da also Freiheit, wenn ein Mensch vom Geld abhängig ist? Geldunabhängigkeit wäre mal eine Überlegung wert.
In unseren Beratungen fällt mir immer wieder auf, wie fantasielos Menschen mit ihren Einkommensmöglichkeiten umgehen. Das gute, alte Sparen wäre ja ein Weg.
Aber viele wollen glänzen, wollen haben, was alle (angeblich) haben, weil sie abhängig, süchtig geradezu sind, von anderen anerkannt zu sein. Wie Kleinkinder, die abhängig von Mama und Papa sind, sind sie auf der Suche nach Anerkennung von außen. Smartphone, Flachbildschirm, Auto, neues Wohnzimmer.
Ein Baby bleibt für eine gewisse Zeit, abhängig. Es kommt sicher auf viele Umstände an, doch wenn ein Kind länger als nötig abhängig bleibt, stimmt was nicht. Was stimmt nicht mit den Geldabhängigen, den Ansehensüchtigen, den Unfreien?
Es gäbe übrigens noch viele andere Wege, die Abhängigkeit vom Geld zu reduzieren. Meistens liegen sie auf der Hand. Einer davon wäre: Statt es zu erjagen und zu bedauern, dass es fehlt, erst einmal den wirklichen Reichtum erkennen, der schon längst da ist!
Fremdbilder versklaven dich, eigene auch
Wie wäre es mit der Unabhängigkeit von Fremdbildern und Eigen-heiten? Statt eigen-Dünken (und die Simulationen des eigenen Kopfkinos für wahr zu halten), selbst zu denken, mit anderen zu neuen Horizonten denken, die aus einer guten Zukunft uns entgegenharren?Nach Bertrand Russell ist die Furcht vor der Preisgabe des eigenen Ich ein psychologisches Hindernis für die freie Entfaltung der Liebe.
"Individualität ist nicht Selbstzweck, sondern etwas, das in fruchtbare Berührung mit der Welt kommen und dadurch sein Isoliertsein verlieren muss." (Bertrand Russell, in Ehe und Moral)Das ist dann Interdependenz, wechselseitige Abhängigkeit, Reife.
Andere nicht kopierend, das Eigene nicht simulierend, mit anderen zusammen seinen Teil zum Ganzen beitragen.
Die richtigen Freiheiten nehmen
Die Freiheit, zu tun was man will, endet bekanntlich da, wo die Freiheit des Anderen beginnt.Freiheit von und Freiheit für...
Ich unterscheide mehrere Freiheiten:
Frei sein von Zwängen, Unterdrückung.
Frei sein für Kreativität, Individualität, frei für Entscheidungen.
Was nehmen in anderen Ländern die Leute auf sich, um endlich "frei" und demokratisch wählen zu können.
Was nehmen Schüler auf sich, um kilometerweit in die Schule zu gehen mit dem Hunger nach Bildung.
In unserem Ländern halten sich viele für so "frei", nicht wählen zu gehen und damit politisch gewonnene Freiheit aufs Spiel zu setzen. Und Jugendliche nehmen sich gerne die Freiheit, "abzuhängen" (Das erinnert mich irgendwie an abhängig sein.) und Zeit sinn-los zu vergeuden. Zumindest in den Augen der Reifen, der Erwachsenen, der Älteren.
Ein anderer Gedanke: Wie sollte unsere Gesellschaft funktionieren ohne dass wir zu Informationen Zugang haben? Also: Dass wir frei sind für Informationsaufnahme, für Bildung, für Meinungen, und somit frei(er) von Manipulationen.
Und noch ein anderer Gedanke: Vertrauen? Was ist dieses "gegenseitige Vertrauen", das im Zitat oben geradezu als Gegenteil von "Abhängigkeit" verstanden wird? Eine gegenseitige Ergänzung? Einfach eine Arbeitsteilung? Eine wechselseitige Abhängigkeit, ein Vertrag?
Mittwoch, 11. Dezember 2013
Seelsorge?
von Thomas Körbel
Seelsorge. Eine Dienstleistung. Sind Dienstleistungen was wert? Ja. Denke ich zumindest. Das lehrt mich die Welt, in der ich lebe. Egal, ob ich einen Rechtsanwalt konsultiere oder einen Arzt oder einen Steuerberater oder einen Frisör oder den Beerdigungsunternehmer. Jeder verlangt etwas. Und das oft genug nicht zu knapp. Meine letzte Generaluntersuchung beim Internisten kostete schlappe 700 € mit allem Drum und Dran. Niemand würde so eine ärztliche Untersuchung ernsthaft in Frage stellen wollen, oder ohne Rechtsbeistand sich ins Gericht wagen, oder? Seit unseren Kindertagen ist klar, dass wir auf Pfarrer, Lehrer, Ärzte, Polizisten, Wissenschaftler und andere Spezialisten und Experten hören sollen.
Autorität kommt von außen.
Autorität kam von außen. Es war richtig, das mal in Frage zu stellen. Autorität kam furchtbar autoritär daher. Gefolgt wird! "Sonst mag ich Dich nicht mehr", drohte der Liebesentzug durch Papa Staat, Mama Kirche und dieser Satz war ein Zitat meiner Oma. Es dauerte schon ein paar Jahre meiner Kindheit, bis ich wusste, dass sie mich auch mag, wenn ich Dinge so mache, wie ich es für richtig erachte.
Die R-Evolution des Individuums
Alle Omas dieser Welt, horcht auf: Die Revolution des Individuums hat schon Jahrhunderte vor Euch mit Augustinus begonnen, sie wird nicht enden, nur weil es Euch gerade gelingt, Kindern Euren Willen aufzudrücken indem ihr ihren unterdrückt. Das ist schon was Feines. Selbst Denken. Ja. Selbst Entscheiden. Oh ja. Selbst Kann alles. Ich! Was Feines, weil es unsere Ichkräfte stärkte. Ich kann alles tun, was ich will. Ja!
Wie? Konsequenzen selbst tragen. Äh, kann ich nochmal das Kleingedruckte aus dem Lebensvertrag lesen? Warum hat mir das niemand gesagt? Dinge haben Konsequenzen. Ich kann dagegen klagen. Mit allen Anwälten der Welt. Hilft aber nix. Leben ist Leben.
Gleichzeitig war es auch was unglaublich Doofes, alles selbst zu wollen, zu können zu glauben, weil es uns vorgaukelte, erwachsen zu werden, während wir im Stadium infantilen "Ich"-Denkens gefangen blieben. Alles Heil der Welt bei den Ärzten. Alles Heil darüber hinaus bei der Kirche.
Wo geht es heute (und morgen) hin? Wie wird der Mensch erwachsen?
Indem er auf die Autorität hört und den Autoritären widersagt wie dem Teufel in der Tauferneuerung. "Ich widersage allem was von außen kommt."
Nun ja, ich gestehe. Ich bin auch ein solcher Spezialist. Ein Mann, der in diesem verdächtigen Laden der Kirche mitsamt des Macht- und Geld- und Kindesmissbrauchs aufgewachsen ist und den Katholizismus mit der esoterisch schmeckenden Muttermilch in sich aufgenommen hat. Artfremdes Eiweiß gab's in meiner spirituellen Erziehung nicht, das Fremde war schon immer das Eigene, das Selbst immer Teil des Anderen, das Ich ein Wir. Was hab ich von Studienkollegen (und den -innen auch), den echten und den Pseudo-Spiritualen, sozialromantischen Psychofuzzis und sozialpädagogisch geschulten Gurus auf die Nuss bekommen, da ich diesen Unterschied nicht so kannte. Vor lauter Ich hatten die vergessen, dass es ein Wir gab, vor lauter Selbst ignorierten sie den Anderen mit seinen Wünschen und vor lauter Eigenem traten sie das Fremde in seiner Würde.
Gibt es nach dem Infantilismus der Unabhängigkeit nun auch Wege der Erkenntnis gegenseitiger und wechselseitiger Abhängigkeit? Gibt es eine echte spirituelle interdependente Reife?
Ja, ich weiß, das behaupten die anderen alle. Sie bieten das in ihren Erleuchtungskursen und Persönlichkeitsseminaren und allen anderen Workshops und Vorträgen. Ich glaube nicht, dass wir das bieten können -- und wollen. Erleuchtung? Ein Akt der Gnade. Persönlichkeitsbildung? Ein Prozess des Wachsens. Das kann man nicht machen. Ich weiß nicht, ob's für Dich echt ist, was ich sage. Ich weiß nicht, ob's Autorität ist, was in unseren Kursen durchklingt und die Seelen höher schwingen lässt. Das entscheidest Du.
Darf sowas was kosten?
In den letzten Monaten wurden wir immer wieder gefragt, was oder warum oder wieso das so viel kostet, was wir anbieten.
Was also darf es kosten? Wenn ich einen Theologen oder einen Philosophen oder einen Therapeuten konsultiere, um Fragen zu besprechen, die genauso wichtig sind wie die Juristerei, das Steuerzeug, die Haarschneiderei, das Beerdigen und das Kurieren oder die Heilungsversuche, darf der dann was verlangen?
Wir sind kein TÜV (theologischer Überwachungsverein) und keine DVD (Denk-Vorgabe-Direktoren), keine Coaches, keine Gurus, wir verkaufen auch kein Heiligenscheinputzmittel (genannt "Hagiolio") zum einmaligen Sonderpreis per Download im Onlineshop.
Wer nichts für seine Seelsorge bezahlen will, der darf gerne zu einem der kostenlosen und ach, allzuoft folgenlosen Großanbieter gehen. Die bringen viel Verständnis auf. Dafür kassieren sie auch ihren Lohn. Denn haben die nämlich schon, totsicher in alle Ewigkeit. Bis dass die Kirchensteuer und der Pfarrerslohn abgeschafft wird.
Oder gehst Du zu einem qualifizierten Kleinanbieter, der an einem Wochenendseminar mal kurz die Aura aufpoliert bekam, jetzt sich als geeignet glaubt und desgleichen nun mit Dir riskiert?
Meinen Automechaniker lasse ich nicht an meiner Niere herumschrauben, weil er ein Homöopathiebuch gelesen hat.
Kleine Kinder lasse ich nicht ans Steuer meines Autos, auch wenn sie noch so sehr wollen, weil der Schlüssel so schön bunt baumelt.
Also lassen wir ruhig weiterhin die Nichtfachleute uns kostenfrei beraten, bependeln, benutzen.
Am Ende wollen wir eh nichts ändern.
Unser Leben ist ja so toll, so wunderbar, so herrlich und so glücklich. Oder? Oder doch nicht?
Wenn nicht, dann hätte ich ein paar Fragen:
Wann war Deine letzte psychologische oder theologische Generaluntersuchung?
Kann ich bitte Deine Heiligkeitsbescheinigung sehen?
Gibts sowas? Zum Glück nicht. Der Ketzernachweis war das Gegenteil und ist auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Wir brauchen das nicht mehr.
Aber gut, die nächste Frage: Wann war die jüngste spirituelle Beratung zu den letzten Dingen Deiner Seele? Ist die Eintrittskarte für den jüngsten Tag schon gekauft oder wartest Du auf den Nächstjüngeren? Die Zeugen Jehovas rechnen immer wieder, 2000 war es nicht, 2012 war es nicht, 2013 fand keine großartige spirituelle Erweckung statt, 2014? ... Die Majas waren es nicht, wen haben wir denn dann noch? Das nächste wird garantiert ein bislang unbekannter afrikanischer Stamm. Die Afrikaner wurden bisher in allem ausgebeutet, nur noch nicht religiös. Oder wo kommen die Außerirdischen jetzt her? Von dem unbekannten Planeten Erde?
Wenn wir was auch immer lange genug vorhersagen (vorher sagen), tritt es bestimmt auch mal ein. Jedenfalls glauben wir es. Denn im Einreden von Wirklichkeit sind wir Meister. Mit göttlicher Erlaubnis sogar. Wird alles Weltenverändernde in Phantasie (Bücher, Kino, Swingerclub, ...) oder in die Kirche der Altvorderen ("Hallo Oma!") delegiert? Die nehmen das Wort Ahnenkult wenigstens noch persönlich.
Und Du? Wann fand die Klärung Deiner philosophischen Überzeugungen auf zukünftige Tragfähigkeit statt?
Im letzten Werbeblock auf RTL2? ("Ich glaub, das kauf ich!") In der Eso-Ecke der Buchhandlung? ("Ich glaub schon, dass es Engel gibt!") oder weil Jesus Dir gesagt hat, dass Du nur vegan zum Heil kommst, und wenn Du ohne Plastiktüten die Wintertomaten einkaufst?
Wir glauben alle an was. Und am Schluss glauben wir dran.
Ich halte jegliches was-dafür-tun-müssen für die Rückkehr des Leistungsgedankens und der Selbsterlösung in die spirituelle Religiosität unserer Zeitgenossen.
Ich halte Gott und nicht nur das Göttlich für die große Klammer, die unserem zersplitterten Leben zwischen Job, Arbeit, Beziehung, Freizeitvergnügen und Familie einen sinnvollen Zusammenhang gibt. Und der sind wir selbst.
All diese Dinge, diese Fragen, diese Müh und Plage, die unsere Seele und ihr Leben betreffen, machen wir die alle weiterhin kindisch mit uns selbst ab?
Ach? Nein? Das besprechen wir mit Freunden?
Nun ja, das ist immerhin doch jemand außerhalb von uns, der eine andere Perspektive (mit ganz eigenen -- unreflektierten? -- Interessen) haben dürfte.
Ob wir uns morgens in den Spiegel gucken können oder die Seelen so geordnet sind wie die Haare, die Gedanken so eindeutig wie d-d-der Blutd-d-druck, der Glaube so klar wie die Steuererklärung? Wen mag das alles schon angehen? Richtig. Niemand.
Wirklich? Niemand?
Jeder steht für sich selbst in der Letztverantwortung für sein eigenes Leben.
Ja?
Warum sind wir dann nicht alleine auf dieser Welt? Dann wäre ja alles so ungestört und harmonisch.
Was wünschen sich alte Menschen am Ende Ihres Lebens sehr oft? Ach, hätt ich doch mal ...
Niemand soll sagen können, das hat mir keiner gesagt. Meine Oma hat das alles nie gehört. Und das ist unerhört genug.
Es gibt Fachleute für sowas wie die Seele, für Lebensfragen, für Spiritualität, fürs Denken.
Da sind wir zwei Männer, die können das. Wir haben Bäuche. Aber wir sind keine Pfarrer. Und wir sind kein Paar. Das sind Heinz -- und ich. Der eine ist Heilpraktiker für Psychotherapie, der andere ist Seelsorger und Eremitenmönch. Und wir können das. Und mehr. Und das ist was wert.
Übrigens: Nur bis Juni 2014 gibt es viele unserer Kurse zum Einführungspreis!
Und da der Flyertext von Heinz sicher noch nicht so verbreitet ist, wie er es verdient hat (Wer? Heinz? Oder der Text?)
Der Seelsorge-Ansatz der Academia Aurata
Wer wünscht sich nicht eine schnelle, einfache Lösung für seine Probleme, um Spannung rasch abzubauen und Bedürfnisse möglichst zeitnah zu erfüllen? Den Fingerschnipp zum Erfolg, die schnelle Erleuchtung, das süße Nichtstun und dennoch etwas Großes erreichen? Bei uns finden Sie das nicht.
Viele menschliche Verhaltensweisen sind nur von der jeweiligen Lerngeschichte her verständlich. Sie sind der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung. Diese Entwicklung hat für jeden von uns ganz individuell unter besonderen ganz eigenen Umständen und Zusammenhängen stattgefunden. Es hat jeden von uns auf eigene Art und Weise geprägt. Liegt es denn dann in der Natur des Coachings, dass sich der Suchende den Vorgaben und der Systematik seines Ratgebers anpasst? Nein.
Wenn mehr desselben nicht hilft, ist es an der Zeit, etwas anderes auszuprobieren?
Können Sie erfolgreicher sein, wenn Sie die eigenen Ideen umsetzen, anstatt die Lösungen anderer mit sich herum zu schleppen? Ja.
Da ist es erforderlich, die Grundmotive Ihrer eigenen Lebensgeschichte herauszuarbeiten.
Dies liefert Ihnen ein kleines überschaubares Repertoire mit hohem Identifikationswert. Daraus lassen sich für Sie und mit Ihnen ganz eigene, individuell angepasste Handlungskompetenzen entwickeln, die den persönlichen Wünschen an Ihre Zukunft besser Rechnung tragen können.
Dies ist Academia Aurata.
Heinz hat dazu übrigens einen Artikel im Magazin verfasst: Balou - oder der Weg zum Sinn des Lebens. Viel Vergnügen.
"Was der Heinz und Du bieten, ist einzigartig", sagte eine Kursteilnehmerin. "Noch nie habe ich nach so kurzer Zeit so klar gesehen und konnte tatsächlich etwas völlig Grundlegendes verändern. Danke, danke von Herzen."
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