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Samstag, 12. April 2014

Lieben

von Heinz Schüttler 

Lieben - Ein neuer Blick auf die Liebe

Heute wird so oft von Lieben gesprochen und spontan schwingen viele ein auf die Gefühle romantischer Liebe und die Bilder, die daraus in den Köpfen aufleuchten. Häufig treffen wir auf eine Mischung aus etwas schönem und erstrebenswertem und auf der anderen Seite von Leiden und Unerreichbarkeit bis hin zur Tragik enttäuschter oder verschmähter Gefühle. Serien und Werbung liefern uns dazu täglich Bilder und Vorlagen.

Angesichts einer Scheidungsrate, die die Wahrscheinlichkeit des Gelingens zu einen nicht unerheblichen Teil unwahrscheinlich werden lässt; stellt sich vielleicht die Frage nach den Alternativen.
Manche probieren es mit einer Art emotionaler Abschottung und rationalisieren aus ihrem Kopf heraus ihr Leben und das was sie umgibt.
Wie wäre es mit einem neuen Blick auf dieses Phänomen Liebe?

Die Liebe hat den langen Atem

Die Liebe hat den langen Atem
Die Liebe ist langmütig und hat genug Luft, sie hält durch,
gütig ist die Liebe, 
sie kommt freundlich und wohlwollend,
sie eifert nicht. 
sie bleibt trotz Turbulenzen ruhig. spricht leise,
Die Liebe prahlt nicht, 
Die Liebe bleibt bescheiden, absichtslos,
sie bläht sich nicht auf, 
verzichtet auf Imponiergehabe und Einschüchterung und ermutigt eher,
sie ist nicht taktlos, 
sie ist rücksichtsvoll und einfühlend, 
sie sucht nicht das ihre, 
sie gönnt dem anderen seinen Erfolg und freut sich mit an dessen Gelingen.
sie lässt sich nicht zum Zorn reizen, 
sie bleibt freundlich,
sie rechnet das Böse nicht an, 
sie ist großzügig und sieht eher das Gute, sie verzeiht Fehler und Mißgeschicke
sie freut sich nicht über das Unrecht, 
sie achtet wenn Menschen fair miteinander umgehen, 
sie freut sich mit an der Wahrheit. 
sie verträgt wertschätzende ehrliche Reden,
Sie trägt alles, 
Sie lässt Kraft und Zutrauen zuwachsen, sie trägt uns zutiefst und gibt uns ein Empfinden angenommen zu sein
sie glaubt alles, 
sie hofft alles, 
sie bleibt offen für die kleinen und großen Wunder, trotz mancher Widrigkeiten und Schwierigkeiten,
sie erduldet alles. 
sie kann Menschen, die Dinge, die Welt so nehmen wie sie sind.
Findige Köpfe haben sofort die Stelle aus 1 Kor. 13.4-7 wiedererkannt. 
Manche schmunzeln vielleicht sinnig und sagen etwas von einer schönen Utopie, die fern unserer alltäglichen Realität liege, und sich so nicht leben lasse.
In dem Moment, in dem wir diese Haltung akzeptieren, können wir dies auch nicht mehr in Verhalten umsetzen und zahlen den traurigen Preis für die vermeintliche Schlauheit und Expertise der anderen. 
Haben Sie einmal beobachtet, wie häufig Menschen nach den Wetteraussichten gefragt werden, oder sich dazu äußern, die keine oder eine recht geringe Kompetenz auf diesem Gebiet für sich in Anspruch nehmen können. Das Tolle an der Geschichte ist meiner Meinung nach der Umstand, dass ihnen so oft geglaubt wird und Menschen ihre Handlungen danach ausrichten.

Einfach Lesen!

Darum empfehle ich Ihnen, wenn Sie lesen können; dann tun Sie dies! 
  • Spüren Sie, wie es Ihnen bei den Worten ergeht, welche Gefühle und Gedanken dabei auftauchen. 
  • Vielleicht fallen Ihnen Situationen und Momente ein, in denen es Ihnen gelungen ist, in denen Sie lieben konnten. 
  • Mitunter laufen vor Ihrem geistigen Auge kleine Filmchen wie ein Kopfkino ab und lassen die Erlebnisse sehr lebendig werden. 
  • Und vielleicht stellen sich auch noch Gefühle ein. 
  • Wenn sie Freude und das wohlige Gefühl von Wärme in Ihrem Inneren verspüren, empfehle ich: Unbedingt weitermachen!
Denn allein der Text oben reicht schon für eine ganze Fastenzeit und darüber hinaus. 
Suchen Sie sich aus den kurzen und prägnanten Formulierungen eine, gerne auch zwei heraus und schauen sie einmal einen ganzen Tag lang mit wachen Augen, wo sich dies im Alltag umsetzen lässt. 
Am nächsten Tag suchen Sie sich ruhig und gerne ein paar Neue aus. 
Verabschieden Sie sich davon, Alles zu aller Zeit und immer perfekt zu tun. 
Vielleicht bemerken sie am Donnerstag, dass sie etwas vom Montag gerne noch einmal verwenden möchten, weil es in dem Moment so gut passt. 
Nur zu - dann tun Sie es ruhig!

... immer wieder lesen

Die Auswahl ist ja groß genug und Wiederholungen bringen in diesem Fall eher Freude und Aufmerksamkeit, als Langeweile. 
Fangen Sie ruhig auch mit sich selbst an, oder nehmen Sie sich ruhig auch als Pausenfüller, wenn gerade mal kein anderer Mitmensch empfänglich ist.
Viel Freude und jede Menge beglückende Momente und Begegnungen wünsche ich Ihnen!
Ihr Heinz Schüttler 
Wer Gott liebt, hat keine Religion außer Gott. (Mevlana Dscheläleddin Rumi) 

Donnerstag, 3. April 2014

Maria und Josef betrachten es froh ...

Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh. Maria und Josef betrachten es froh, die redlichen Hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. (Weihnachtslied, "Ihr Kinderlein kommet...")

Ja, wie. Ist denn heut schon Weihnachten? 

Nein, es war ein Seminar im August, an Maria Himmelfahrt (15.8.), es war Mariä Empfängnis (8.12), es war am 25.3. die Verkündigung an Maria, das ist auch eine an Josef gewesen. Und es war Josefstag. Am 19.3. 

Es gab ein Seminar über Josef. Im Chiemgau, eigentlich in Seeon-Roitham.
Nach dem Seminar hören wir von einer Teilnehmerin: „Das wäre auch was für meinen Mann gewesen.“ 
Na bitte, bring ihn beim nächsten Mal mit. 
Das war beim Seminar zu Maria noch verständlich, dass nur Frauen da sind. 
Doch beim Josef? Tun wir Männer uns schwer mit dem blassen alten Mann, zu dem sie Josef gemacht haben? Genauso blass wie Gott selbst? Wie so oft also, nur Frauen außer uns. Da sitzen wir nun, in Roitham, zum Seminar, Heinz und ich. Und die Frauen.
Wir fragen nach und hören. 

Erste Assoziationen zu Josef:

Alle Achtung, der nimmt ein fremdes Kind an.
das ist ein Träumer
ein Ausländer, aus Galiläa, dem Norden Israels
Männerrolle: ein pragmatischer, fürsorglicher Ernährender
der Mann im Hintergrund des Geschehens
Ein Handwerker, Zimmermann
(hebr.) yōsēf = er fügt hinzu

Namenstag am 19. März, Josef von Nazaret, ein Bauernfest
Namenstag am 1. Mai, Josef der Arbeiter.

Na, das war nur einer, dieser Josef von Nazaret, der Arbeiter. Auch wenn er zweimal von der Volksfrömmigkeit gefeiert wird, ändert es nichts daran, dass er theologisch und biblisch eine Art Null-Nummer ist. 

Josef wird fast wegdiskriminiert. 

Josef durfte nicht mal der Vater des Gottesknaben sein und bleiben. In seinen kurzen Auftritten in den Evangelien steht so viel wie nichts, außer dem Träumen und dem Gehorchen. Schlimm genug, dass einer den Träumen gehorcht und nicht dem Gesetz. Josefs Pflicht als frommer Jude wäre es gewesen, diese Maria als Ehebrecherin zur Steinigung freizugeben um das Böse zu eliminieren. (Deuteronomium 22,23-24).
War er nun der Vater von Jesus?
Wahrscheinlich hat das damals zunächst niemand angezweifelt, und das wäre auch völlig normal.
„So ein Weichei, der hätte es dieser Schlampe, dieser Hure zeigen müssen! Verlobt sich mit Josef und bekommt dann das Kind eines anderen. Gesteinigt gehört so eine! Er konnte wohl nicht warten, der Kerl, so ist das bei jungen Leuten, sie sind ja auch schon verlobt. Und dann passiert es halt, dann ist sie schwanger. Immerhin hatte er den Anstand, sie zu heiraten, statt sich davonzustehlen.“
Das mag von außen so ausgesehen haben, oder ...
„Eher rührend. Liebevoll und nett, würde man heute sagen. Anständig, dass er sich um das Kind kümmert. Das arme Kind kann ja nix dafür.“
Josef bricht also das Gesetz, um Gottes Willen. Er wird selbst zum Sünder, folgt dem Gesetz nicht buchstabengetreu sondern dem Geiste nach. Nicht weiter tragisch? Es wurde immerhin eine brutale Machtreligion und eine Weltreligion der Liebe draus. 
Wir machen alles entzwei.
Als ob Josef es geahnt hätte. Sein handelndes Umdeuten hatte Folgen. 
Zum Glück für viele Kinder und Väter, denen die Pfarrer der Jahrhunderte mit Blick auf Josef geraten haben mögen, ein fremdes Kind anzuerkennen und ein gutes Werk zu tun. Kriegswitwen und Waisen haben wir im Laufe der Geschichte auch reichlich produziert.
Dummerweise musste der Bengel eine besondere Bedeutung bekommen, so dass sich auch seine echte, leibliche Mutter, eine ganz normale Frau, im Laufe der Jahrhunderte sich wieder zur biologischen Jungfrau zurückentwickeln musste.

Wer sind die Eltern?

Das NT kennt keine Biographie der Eltern Jesu. Dort finden sich nur theologische Aussagen über Maria. Denn einen irdischen Vater konnte man bei dieser geistgezeugten Göttlichkeit des Herrn überhaupt nicht mehr brauchen. Er hat keine zeugungs- oder geistzeugungsrelevante Bedeutung. Der Himmlische Vater ist wichtiger als der irdische Samenspender.
Oder hatte sie doch einen anderen? Manche sagen es. 
Ja, und wenn? Nachweisen ließe es sich eh nicht mehr. Und es ist doch auch wurscht, oder? Am Heilsgeschehen durch Christus würde sich meiner Meinung nach nichts ändern.

Und die Geschwister?

Mk 3,20f, 3,31-25 nennt „Angehörige“, Mutter und Brüder, zu denen Jesus in deutliche Distanz geht. Natürliche Verwandtschaft ist nicht entscheidend für die Zugehörigkeit zum Reich Gottes, sondern die Erfüllung des göttlichen Willens.
Es ist eine somit Meinungssache,
  • ob hier wirklich von Verwandten Jesu gesprochen wird (hat sie / haben sie noch weitere Kinder gehabt? Ältere? Jüngere?)
  • oder eine allgemeine Aussage getroffen wird (selbst nah Verwandte stehen in der Gefahr, die göttliche Sendung misszuverstehen).
Später, bei Matthäus, fällt diese Begegnung weniger schroff aus. Denn hier wird Maria als „Wissende“ dargestellt. Sie weiß um die heilsgeschichtliche Sendung Jesu und handelt danach. Bei Lukas wird dies „harmonisiert“, d.h. nicht erwähnt.
Mk 6,1-6a: Hier ist er „der Sohn der Maria“ und die Brüder Jakobus, Joses, Judas und Simon werden mit Namen genannt, auch von Schwestern ist die Rede. 
Und ein Beruf: Der Zimmermann. Das soll die bescheidene Herkunft des jetzt als Wundertäter Wirkenden herausstellen. Den Beruf hat er vom Vater! Matthäus 13,55 macht ihn (im Mund von Gegnern Jesu) zum Sohn des Zimmermanns. Also: stolz drauf hat er nicht zu sein, der Knabe. Gehört sich ja auch nicht, als Gottes Sohn sich von einem Handwerker aufziehen zu lassen, wo doch auf den Baustellen so viel geflucht wird, verdammt noch mal. Hätt er nicht doch vielleicht im Königspalast oder von einem Priester ...?
Später war der Josef eh ein alter Mann (der nicht mehr zeugen konnte, womit sich ein ejakulatives Problem erledigt hätte haben sollen) oder er war schon tot, (was anzunehmen sei, weil keiner mehr über ihn reden wollte). Wie praktisch. Totgeschwiegen stört er im Grab am wenigsten. 
Es sei denn ... Ja? Was? Es sei denn er wäre auch da ein "Gesetzesbrecher" und schon vor Jesus auferstanden? Wie? Das wird zu spekulativ? Das ist der übrige Rest des Geschehens auch.

Ahnenforschung

Erst im 2. Jhd. tauchen im Gefolge der „reinen asketischen Vollkommenheit“ Mariens ihre kinderlosen Eltern auf, die im hohen Alter noch ein Kind bekamen, das im Tempel aufwuchs und dem alten, greisen Josef zur Frau gegeben wird, weshalb sie jungfräulich bleibt. (Protoevangelium Jacobi). 
Dass die Ahnenforschung damals schon so ausgeprägt und die Dokumentation so außerordentlich war, ist höchst erstaunlich. Und spekulativ! 
Diese Sicht verbreitet sich in der Ostkirche, ist aber im Westen noch im dritten Jahrhundert bei Tertullian nicht bekannt. 
Bereits das Matthäus-Evangelium kennt die Auffassung der jungfräulichen Geburt und beginnt mit einem theologischen, zahlenmystischen Stammbaum Jesu. Hier tauchen einige sehr faszinierende „heidnische Frauen“ auf: Dirnen, echte, und vielleicht auch eine Lesbe? Das wäre auch mal ein Thema wert. Ob da die Männer gleich mit dazu kämen?
„Jakob zeugte Josef, den Mann Marias, aus der Jesu gezeugt wurde“ ... „noch bevor sie zusammengekommen waren“ (Mt 1,18)
Aber im Kodex Syrosinaiticus steht: 
„Josef, mit dem Maria verlobt war, [also galt sie als seine Frau!], zeugte Jesus“. 
Er zeugte bei gleichzeitiger Bejahung der jungfräulichen Empfängnis.
Eines ist klar: Wenn Jesus nicht von Josef gezeugt wäre, wäre der Abkunft von David absurd! Dann wäre Jesus nicht Davids Sohn, also nicht Messias. Da hätte das Christentum ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsproblem. Rein spekulativ.
Erst später, wenn man alles wörtlich verstehen muss, ‚erzwingt‘ es die jungfräuliche Empfängnis Jesu bei unverletztem Hymen, denn nun wird dank gnostischem Einfluss der Sexualakt zum Überträger der Erbsünde. Dies ist nicht aus dem Evangelium ableitbar. Das Evangelium ist eine theologische, keine medizinische Schrift. Das hebräische Denken kennt keine Abwertung menschlicher Zeugung.
Also ist noch eins klar: damals hatten die das Problem noch nicht, dass alles so überkatholisch-keusch sein musste, der darf Gottes Sohn sein, auch wenn der Josef der leibliche Papa sein sollte.
„Bei Maria und Josef hat es geschnakelt, und der Bub kam. So ein goldiger Bengel. Aus dem wird sicher mal was ganz Besonderes, wie der den Papa anschaut, als ob da eine ganz enge Verbindung bestehen tät. Und das war, als ob die Engel gesungen hätten bei seiner Geburt. Das ist wirklich ein Geschenk Gottes, so ein Kind, überhaupt, jedes. Und dieses Kind erst Recht, ein Kind Gottes, ein Sohn Gottes. Meinst du nicht auch?“
Vom Glauben her „Ja“.
Heißt Glauben „nicht wissen“, bleibt das spekulativ, nur eine Annahme (Vermutung).
Bedeutet Glauben aber „liebend und vertrauend eine Wahrheit annehmen (empfangen)“ wird etwas gewiss, gewusst. Was auch immer.
Und was haben wir daraus gemacht, mein Gott?

Die Tradition

Ignatius von Antiochien (vermutlich Mitte des 2. Jhd.) setzt sicherheitshalber auch Maria in das Haus Davids. Das ist dann also kein Problem mehr mit der Abstammung.
Er kämpft eigentlich gegen zwei Irrlehren, den „Judaismus“, der in Jesus nur einen Menschen mit natürlicher Geburt sah, und den „Doketismus“, der das wahre Menschsein Jesu bestreitet. Das passt ja gar nicht zusammen. Ignatius hält dagegen: Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch, ...
„aus Maria sowohl wie aus Gott, ... nach Gottes Heilsplan aus Davids Samen [Samen!] und doch aus heiligem Geiste, ... wirklich aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleische und wirklich geboren aus einer Jungfrau“
 ... und verbindet in einem hermetisch-philosophischen Denkakt die beiden unvereinbar scheinenden Aussagen: 

Der präexistente Logos wird Mensch (Johannes) 

im Schoß der Jungfrau Maria (Lukas, Matthäus).
Logisch, gezeugt von Josef. Aber das übersieht man(n)?
Übrigens: Von jener Stunde an ward es in der theologischen Ehestube leibfeindlich und finster. Jeder weitere Versuch der Erhellung brauchte neue Spekulationen hervor. Das Kopfkino, nein, das Bild ist anachronistisch, das „Kopf-Theater“ um die Jungfrauenschaft wird zum besonderen Moment der katholischen Theologie. Damit einher ging die Abwertung des Körperlichen, des Sexuellen, auch in der Ehe. Die jungfräuliche Empfängnis gilt dann ab Ende des 2. Jhd. als ein Stück apostolischer Überlieferung. Die Evangelien sind kanonisiert, das alttestamentliche Zeugnis gilt als Tradition, die Glaubensformel im Credo, „vom Heiligen Geist“ – und! – „aus der Jungfrau Maria“ ist allgemein bekannt.
Ziel der Menschwerdung Gottes ist die Vergöttlichung der Menschen als Kinder Gottes. Die jungfräuliche Empfängnis hat heilsgeschichtliche Bedeutung von der Schöpfung her: Christus „heilt“,  „repariert“, „erneuert“ die paradiesische Gemeinschaft Mensch-Gott. Der Papa wird’s schon richten. Im Gericht, dann. 
Jesus ist der neue Mann, Mensch, Adam (auch der erste Adam im Paradies ist aus Gott geschaffen) und die Gleichstellung Eva/Maria ist nun ebenfalls verbreitet. Bei den Kirchenvätern überträgt sich diese Typologie übrigens auf jede Frau, die am Heil mitwirkt: Die Frauen am Grab, Maria Magdalena, ... (Anwesende undLesende!) Es geht also nicht um Maria, sondern um die Heilsbedeutung des weiblichen Geschlechts.

Und wo bleiben die Männer?

Es gibt noch keine Marienkirchen, kein Marienfest, keine liturgische Anrufung Marias im Gottesdienst. Maria dient nur als Vorbild für die asketisch christologische Frömmigkeit des 4. Jahrhunderts. Auch in der Ostkirche gilt: „sie kann nachdem der Heilige Geist über sie gekommen war unmöglich Lagergenossin eines Mannes geworden sein“. 
Unmöglich?
Das ist ja was Gutes, ein Vorbild. 
Aber kein anderer Mann, weil es „unmöglich“ als Nach-Bild, der Mann der Frau nach-stellend, in Stellungen vorstell-bar sein darf?
Die ab den folgenden Jahrhunderten einsetzende „Postulatstheologie“ hat keinen Bezug mehr zur Schrift. Das ist jetzt wirklich reines Kopftheater. Ich nehme an, also ist es. In beiderlei Bedeutungen von „vermuten“ und „empfangen“ (siehe oben).
Ambrosius von Mailand macht die Sündlosigkeit Jesu von der jungfräulichen Empfängnis abhängig, sein Schüler Augustinus mischt die Erbsündenlehre hinzu und gibt ihr somit dogmatisches Gewicht der ‚Notwendigkeit‘. 
Im Laterankonzil (649) wird schließlich als Kirchenlehre festgelegt: die Jungfrauschaft Mariens vor, in und nach der Geburt. Basta! 
Die haben vielleicht nachträglich nachgeprüft, also: lange bevor sie in den Himmel auffuhr? Das war auch bei anderen Frauen damals üblich. Das Nachprüfen, meine ich. Das Himmelfahren steht nämlich noch aus.

Karriere: Himmelskönigin

Maria werden in der Liturgie (d.h. in Liedern und Hymnen, aus der Imagination und Poesie heraus, aber auch in Predigten) Kräfte zugesprochen, die streng genommen, allein Gott zugehören: Sie besiegt den Teufel, löscht die Flammen der Leidenschaft, wendet den Zorn Gottes ab, öffnet das Paradies und bringt gar die Erlösung – weil sie theotokos, Gottesgebärerin, ja, die Mutter des Schöpfers ist und – weil Gott ihr als der Himmelskönigin daher (!) gehorchen muss.
Das Kopftheater reproduziert die mittelalterliche Welt zurück in die Zeit Jesu. Das zornige Gottesbild des Mittelalters wird not-wendend mit weiblicher Milde und femininer Stärke, barmherzige und verzeihende Güte ergänzt und ihm wird in Maria ein neues Gesicht gegeben. Kommt das davon, dass die Fantasie mit einem durchgeht?
Dem biblischen Ursprungszeugnis ist diese Gedankenwelt fremd. 
„Nicht Mann und Frau, sondern eins in Christus“ (Gal 3,28).

... und wo bleibt Josef?

Der fromme Mann wird nun zum Adoptivvater des Knaben Jesus. Dabei legt ihn das Evangelium auf die väterliche Erbfolge zu David hin fest.
Er zieht seine Hosen aus (vgl. Sterzinger Multscheraltar), damit das arme Kind wenigstens nicht friert. Ein feiner Kerl. Er kocht, macht Feuer und steht im Hintergrund der Krippe als Statist, den man nicht weglassen kann. Einer muss ja den Esel führen, auf dem Maria dann später zur Flucht nach Ägypten sitzt. Der Bengel ist zu klein, als dass Maria den alleine nach Ägypten hätte bringen können. Der abwesende Mann ist nicht ganz durchsetzbar. Was sollen denn auch die Leute sagen? Und wie sollten wir Familie begründen, wenn da kein Mann ist. Nee. Die Ikonographie der Jahrhunderte spricht (wenige) Bände über Josef. Das mag zwar rechtlich in Ordnung sein, besonders im Mittelalter, wo der Mantel um den Bengel gelegt wird, so ummantelt und beschützt ist der Kleine ein Adoptivsohn Josefs, des Nachkommens Davids.
Dumm nur, dass das Judentum eine solche Regelung nicht kennt. Das einzige, was man dort kennt, um fremde Kinder als Erben anzuerkennen, ist die Leviratsehe: die Frau nehmen, wenn der Bruder verstorben war. Da halten es die Juden sehr klar. Und dem Josef nimmt man sein Adoptivsöhnchen [beweistechnisch] wieder weg während man es ihm [spekulativ] zu geben versucht. Nicht mal den Mantel darf der arme Mann behalten. Den nimmt Maria und breitet ihn aus, sie bedeckt gleich die ganze Christenheit damit. Immerhin sind wir damit adoptiert, falls wir nicht leiblich Kinder Gottes sein sollten. 
Wir wissen das nicht so genau.
Wenn Josef also bereits ein Gesetzesbrecher war, der seine sündig gewordene, doch wirksam heilvoll umgedeutete Frau nicht verstoßen hatte, hatte der kleine Jesus ein interessantes Vorbild – und ein Vaterbild obendrein. 
Die abtrünnige jüdische Glaubensbewegung, die Jesus ins Leben rief, musste konsequent zu einem Bruch mit der jüdischen Königs- und Väterlinie führen: Der Sabbat wird nicht gehalten, Kranke werden geheilt, Theologen und Kleriker lächerlich gemacht, Banker aus dem Heiligsten vertrieben, Finanzbeamte und Steuereintreiber, Sünder und Unreine und Frauen zu Tisch gebeten und angefasst, dem Tempel wird der Abriss angedroht (was ein historisch bedeutsames Todesurteil zur Folge hat), die Beschneidung und alles andere vom mosaischen Gesetz fiel dann später auch noch weg.
Mit dem Josef hat die christlich-theologische Lesart der Bibel auch gleich alles jüdische wegspiritualisiert, das buchstäbliche Lesen wurde durch allegorische, „spirituelle“ geistgezeugte Lesedeutung ersetzt. Expatriierung generalis. Und wozu?
Zum Glück ist Maria inzwischen die Himmelskönigin, der sogar „Papa Gott“ gehorchen muss, möchte man süffisant bemerken. 
Vielleicht bringt die Frau wieder alles in Ordnung? 
Der Glaube an die (leibliche) Aufnahme Marias in den Himmel hat ihrer Rolle als Fürsprecherin eine neue Basis verliehen. Weit jenseits der Schrift, völlig spirituell, nur noch in der Tradition des Volkes Gottes, also aller Menschen, die glauben. Dumme Sache, was unter dem Mantel der Christenheit so passiert. Dies und jenes. Schlimmes und Gutes. Zweifach. Es ist halt ein Kreuz, mit uns.
Der sensus fidelium, der Verstand der Gläubigen kann nicht irren. Da die Kirche (Communio Sanctorum, Gemeinschaft der Heiligen) unter der Leitung des göttlichen Geistes steht (der einen Irrtum nicht zulässt) und im Laufe der Zeit immer tiefer in die geoffenbarte Wahrheit eindringt (?) und ab einem gewissen Zeitpunkt einhellig eine bestimmte Meinung über die Wahrheit hat, muss das, was die Kirche der Gegenwart als Glaubenswahrheit in Übereinstimmung lehrt, (wenn auch nicht explizit) bereits in der ursprünglichen Offenbarung enthalten sein. Logisch, oder?

Und wir?

Die meisten Menschen werden von Männern gezeugt, einige vom Geist, alle von beiden. Alle Menschen stehen von Anfang an unter dem Gnadenangebot Gottes. Berufen, diese Welt zu erlösen und zu heiligen. Es ist keine menschliche Existenz denkbar, die nicht von Gott getragen und angerührt ist. Jede einzelne. Auch Deine! 
Von Gott geliebt, berufen zu was einzigartigem: zu Dir selbst. 
Bist Du Dir Deiner Heiligkeit heute schon bewusst geworden?
Mit anderen Worten: 
Jeder von uns zeugt und empfängt, bringt Gott zur Welt, ist rein und heilig von Anbeginn und immerdar (alltäglich und alltagstauglich) und wird lebend in den Himmel aufgenommen (der ganze Mensch ist schon jetzt und dann auch noch bei Gott).

Papa Josef und Mama Maria

Vielleicht war er es ja doch, leiblich, der Erzeuger. Josef, der Papa von Jesus? Ein junger, knackiger, muskelprotziger Hitzkopf, rührend, sensibel und offen für Träume. Ein Traum-Mann. Ein Freigeist und Freidenker, einer, der seinen Geist für Gott offenhielt und das Gesetz gut kannte. 
Und diese Frau, die hieß Maria und, ja, also, als die da an der Zisterne saß, da wusste er, die ist es. Und sie lächelte zurück. Und sie verlobten sich, und ...
„Wie? Du bist schwanger? Von mir aber nicht. Das ist... Was? Ein Wort wars? Nicht ein Same? Nicht ich! Oh! Man hat uns heimlich knutschen sehen? Aber Maria, nun denkt doch jeder, wir hätte noch mehr gemacht. Haben wir denn vielleicht gar, war ich so hin und weg von Dir, du Schönste, dass ich mich und uns und es vergessen hab? Ach, das Wort geschah Dir, während ...? Ich glaub, ich träume. Moment, ich hab da eine Idee. Okay, machen wir’s so: was du im Fleisch austrägst, trag ich im Geiste aus. Das wird ein Junge, ich bringe ihm alles bei, was er im Leben braucht. Amen!“
Und sie lebten glücklich, bis sie den Knaben zum Tempel brachten.
War es so? Und wenn nicht, dann halt anders? Und wenn doch? Ja, und? Es wäre viel einfacher, vielleicht sogar glaubwürdiger, vielleicht sogar noch viel spiritueller, wenn auch mindestens genauso spekulativ wie alles andere.

Es ist so unerschöpflich, das Mensch-Sein. Immer wenn ich denke, ich weiß viel, entdecke ich etwas völlig Neues. Das Leben bietet mir eine Unzahl von Geschenken. Und es ist nicht nur eine Aneinanderreihung von Neuem, sondern eine Vertiefung, ein Leben, ein Atmen, ein Herzschlag mehr, ein Träumen, ein Erahnen. Und das ist echt! Glaube ich wenigstens ...


Quellen: 

Josef Imbach: Marias Panzerhemd und Josefs Hosen. Patmos, Ostfildern, 2011 

Albrecht Koschorke: Die heilige Familie und ihre Folgen, Fischer, Frankfurt, 2000 
Patrick Roth: Sunrise, das Buch Josef, 2012)

Mittwoch, 2. April 2014

Impulse für die Fastenzeit (5. Woche)

  1. zuhören
  2. ermutigen 
  3. danken
  4. lieben 
  5. umdenken Aus einer anderen Perspektive anschauen, was wir in uns, im Leben, in anderen vorfinden. Den Blick und die Richtung wechseln, das Gegenteil von dem annehmen, was wir als mies, doof, schlecht, blöd, negativ und einfach "bäh" deuten. (Scheiße ist der beste Mist ;-) ) 
aktualisiert: 7.4.14
  • Es ist so. > Nein, es ist alles ganz anders :-)
  • Das war blöd von mir. > Ja, das war eine gute Entscheidung.
  • Da hab ich Mist gebaut. > Ja, das ist mein Leben.
  • Die anderen sind schuld. > Auch wenn mir die Konsequenzen weniger gefallen, es war meine freie Entscheidung, die Dinge getan zu haben, die ich getan habe.
  • Ich finde keinen Job. > Der Arbeitsmarkt bietet für jeden heute enorme Chancen.
  • Mir tut alles weh. > Es ist gut, krank zu sein. Ich lebe!
  • Der nervt. > Diese Beziehung bereichert mich.
  • Mir ist langweilig > Was kann ich heute lernen?
  • Da habe ich einen Fehler gemacht > Da habe ich etwas entdeckt, was mir fehlt.
  • ...
Dein Kopfkino läuft eh. Die Bilder wirken. Die Technik hast Du also schon längst drauf.
Umdenken beginnt damit, mal testweise das Gegenteil zu denken von dem, was Du bislang gedacht hast.
Es wird Dir, mit etwas Übung, helfen, eine völlig neuen Sicht auf die Welt zu erleben.
Und zu dieser neuen Welt wirst Du neue Gefühle entwickeln. Bessere!
Du wirst anders handeln als bisher, denn Du denkst auch anders.
Das führt zu völlig neuen Ergebnissen.
Es wird eine neue Welt hervorbringen. 
Stell dir vor, was dich gerade völlig aufregt geschieht zu deinem Besten für Dich und diese Welt. (Thomas Körbel)
Den Beweis treten wir im Academia Aurata Coaching täglich an.
Welche Erfahrungen machst Du damit? 

Karl Pilsl bemerkt in seinem Newsletter diese Woche, dass Abschalten einfacher sei als umdenken: 
Nach dem Abschalten sollte man wieder Einschalten - aber in ein anderes, besseres Programm wechseln. (Pilsl)
Wo auch immer Du hinschaust: Umdenken ist ein aktuelles Thema.
Deutschland, so unsere Analyse, steht gut da. Ein wichtiger Grund ist das einzigartige Ökosystem aus großen und kleinen Unternehmen, Zulieferfirmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Forschungsverbünden. Das „Internet der Dinge“, wie das Zusammenwachsen von virtueller Datenwelt und Produktion genannt wird, verschafft gerade kleineren Unternehmen Vorteile: Standardisierte Massenproduktion war gestern, das magische Ziel ist die „Losgröße 1“ und entscheidender Wettbewerbsfaktor die Verkürzung der Rüstzeiten. (WirtschaftsWoche <agenda@mailservice.wiwo.de> 7.4.2014)
In dieser kleinen Passage finden sich genügend Hinweise, wo der Arbeitsmarkt hingeht. Produktion 4.0 heißt es auf der Hannover-Messe. Also ist es höchste Zeit für neue Wege in Job und Karriere.
Auch Arbeitgeber dürfen umdenken.
Und den Job bei Lidl an der Kasse kann sich frau auch abschminken. 
Es wird also für Arbeitnehmende höchste Zeit, die eigene kommunikative Kompetenz zu stärken und für Arbeitgebende das Change Management einzuleiten. 
Auch dafür stehen unsere Kollegen Joachim Studt und Jörg Dankert in der Academia Aurata
Beinahe hätte ich übersehen, dass die Wirtschaftswoche eine Aufforderung an die Politiker sendet; das Zitat oben wird folgendermaßen fortgesetzt: 
Dieser erstaunlichen Innovationsfähigkeit und -bereitschaft der Wirtschaft steht die rückwärtsgewandte Politik entgegen. Vorwärts nach gestern, scheint ihre Devise zu sein: Zurück zur Rente mit 63 und generell zu einem Sozialstaatsmodell, das schon unter Helmut Schmidt gescheitert ist. 263 Milliarden Euro wird allein die verkorkste Rentenreform von CDU und SPD kosten. Stellen wir uns mal vor, wie Gerhard Schröder es als Gedankenexperiment vorgeschlagen hat, nur der halbe Betrag würde in Bildung, Infrastruktur und Forschungsförderung investiert! Der so ausgelöste Zuwachs an Wachstum und Arbeitsplätzen würde mehr Wohlstand bewirken als alle diese künstlichen Rentenreformen und Mindestlohnregelungen, die viel kosten und doch nur Umverteilen statt Mehrwert zu schaffen. Der intellektuelle Graben zwischen einer zukunftsorientierten Wirtschaft und einer kleinkarierten Politik wird immer tiefer. Neu denken oder auch nur: erst mal denken! Das wäre auch ein Schlachtruf für die Berliner Politik. (WirtschaftsWoche)
 Und wie weit bist Du mit Deinem Umdenken? 

Dienstag, 1. April 2014

Wer bestimmt dein Denken und Handeln?


Kennen Sie das auch? Sie haben letzte Woche ein sehr interessantes Seminar besucht. Euphorisch und voller Tatendrang versuchen Sie nun das Gelernte in der Praxis, an Ihrem Arbeitsplatz, anzuwenden. 
Doch die anfängliche Euphorie ist schnell vorbei; der Praxistransfer gelingt nicht wirklich. 
Auch das attraktive Ziel – die viel beschworene Vision – hilft nur bedingt weiter. 
Dabei hatten Sie sich dieses Ziel am Ende des Seminars gesteckt und wollten heute damit anfangen. Schon schleicht sich der Gedanke ein: "Ich kann ja auch morgen oder nächste Woche beginnen, das zu verändern/mich auf den Weg zu meinem Ziel zu machen."
Und schon sind Sie in den Fängen der "Manana-Krankheit". "Manana" ist spanisch und heißt "morgen", bedeutet aber in Wahrheit "irgendwann, vielleicht wenn ich Zeit habe …"

Weshalb tun wir uns mit Veränderungen so schwer? 

Warum wir so wichtige Veränderungen nicht vornehmen und handeln, hat stark mit unserem dominanten Persönlichkeitstyp zu tun. Der eine schiebt Dinge auf, weil er sich verzettelt, der nächste plant so lange, dass er darüber das Handeln vergisst, wieder ein anderer weiß nicht, wo er anfangen soll oder lässt sich so viele Jobs von Kollegen aufhalsen, dass er nicht mehr zu den eigenen Angelegenheiten kommt … 
Unserem Persönlichkeitstyp liegt ein Lebensmuster zugrunde, das sich in den ersten sechs Lebensjahren entwickelt. Dieses Lebensmuster äußert sich u.a. in früh gelernten Glaubenssätzen. 

Kopfbewohner

Die Psychotherapeutin Mary Goulding spricht von Kopfbewohnern und nennt sie wörtlich auch "Saboteure, Bösewichter, Schurken oder Widersacher", die uns meist unbewusst beeinflussen in Form eines inneren Dialoges und uns gerade in Veränderungsprozessen behindern und zu torpedieren versuchen. 
Die Bösewichter können ganz unterschiedliche Namen tragen, zum Beispiel:
  • Scharfrichter: "Das hast du falsch gemacht. Du hast dich zum Narren gemacht." 
  • Nörgler: "Warum machst du nie deine Steuererklärung / Dissertation …?" 
  • Unheilverkünder / Angstmacher: "Nun wirst du zu spät kommen und sie werden ärgerlich sein." - "Du wirst die Prüfung wieder nicht schaffen." 
  • Sklaventreiber: "Was machst du gerade? Häng nicht faul rum." 
Die Monster in unserem Kopf sind das Ergebnis der verfehlten Versuche unserer Eltern sowie anderen Bezugspersonen jeden von uns perfekt zu machen. 
Fast alle Eltern wollen doch immer nur das Beste für ihre Kinder, aber sie erreichen mit ihren erzieherischen Versuchen nicht immer die gewünschte Wirkung. 
Wir sind diesen Monstern jedoch nicht ausgeliefert, sondern können diese Gedankenketten unterbrechen und unseren Kritiker "in Urlaub schicken". Eine selbstzerstörerische innere Haltung kann durch einen aktiven, spielerisch humorvollen Umgang ausgehebelt werden.

Wie, erfahren Sie in dem Seminar "Kopfbewohner - oder: wie wir unsere inneren Saboteure und Bösewichter überlisten können". 
Anhand bestimmter Übungen lernen Sie, ihre Gedanken, Gefühle sowie Ihr Verhalten zu steuern und somit auch Veränderung zuzulassen. Befreien Sie sich von den Fesseln der Vergangenheit und betrachten Sie das Leben immer mal wieder als Spiel. Das bringt eine gesunde Prise Leichtigkeit in Ihr Leben und macht es ungeheuer spannend ... 

Andrea Combé

Dienstag, 18. März 2014

Impulse für die Fastenzeit (3. Woche)

  1. zuhören
  2. ermutigen 
  3. danken

Danken! 

Schon die dritte Woche. Die Zeit rast. Und wohin nur? Ich tue mir nicht schwer mit dem Ermutigen (letzte Woche), aber ich hatte eine gewisse Scheu, mich an das Thema des Dankens zu setzen. Uff. Sage ich jetzt, geschafft. Oder - deutlich frommer:
Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt. (Phil. 4,13)
Und schon bin ich mittendrin im Danken, ich hätte es beinahe nicht gemerkt. 

Bist Du glücklich?



Es gibt so etwas wie eine "Glücksforschung", schon gewusst?
Ein Ergebnis dieser Forschung ist, dass unsere Lebensumstände lediglich zu 10 Prozent dazu beitragen, wie gut es uns geht. 
Augustinus ist da drastischer, er nennt die "Lebensumstände" den Bereich des Todes. Das macht der einfach so. Wer heute lebt, stirbt schließlich vermutlich eines Tages, als macht es keine Umstände auf diesen nicht dauerhaften Umstand gleich zu verzichten. Wo kein Leben, da kein glückliches Leben, logisch, oder? 
Die Hälfte unseres Daseins verdanken wir unseren Ahnen und allem, was sie uns an Gutem wie Schlechten in unseren Gedanken-Mix und in unser Erbgut geschleust haben. 
Und dann wird es spannend, denn vier Zehntel sind "was Du draus machst!" 

Suchen wir mal.

Lachen ist gesund! 

Weniger Herzkrankheiten gefällig? Lache mehr. 
Selbst ein unechtes Lächeln sendet unserem Hirn, dass wir glücklich sind. 
Da kann man sich nun wirklich mal was vormachen und hat was davon. Es lebe das Kopfkino. Hier wird es zur Methode. Die einzusetzen, dazu kannst Du Dich einfach mal selbst ermutigen, wie wäre es? 
Ein kurzer Augenblick der Glücksillusion reicht für das Hirn, um aus dem Stress auf Entspannung umzuschalten. Ein Abbau von Cortisol, dem Stresshormon. Ein Out dem Burn-Out. Ein Adieu der Depression. Fastenzeitlicher TV-Glotze-Verzicht macht auch glücklicher, vor allem, wenn man in dieser Zeit mit realen Menschen was unternimmt. Ins echte Kino gehen, vielleicht? Oder mal wieder zur Kirche? Ja, auch wenn deren Programm langweilig ist. Verbundenheit macht es einfach, glücklich zu sein. Und der TV-Verzicht sorgt sogar bei einem Dir entsprechendem Bildungs- und Kontakt- und Ernährungs- und Bewegungsprogramm langfristig für ein besseres Einkommen. 
Und das Erinnern, also auf Deutsch: Das "ins Innen rein holen" von früheren glücklichen Momenten erhöht die Hoffnung auf kommendes Glück, damit schärft es die Wahrnehmung auf bereits bestehende Glücksmomente (die werden reingeholt), so dass aus der Illusion quasi auf Umwegen Realität wird. 
Und selbst wenn die Lebensumstände dann immer noch schlecht sein sollten? Was soll's? Du kannst auch damit glücklich sein. 
Robert Emmons, ein Glückserforscher, konnte sogar nachweisen, dass Freude und Glück erlebbar ist, wenn ein Dankbarkeitsritual gepflegt wird. Ganz einfach auch das: Wer dankt, kann sich gerade nicht aufregen, macht sich gerade keine Sorgen, kann weder sich selbst noch sich über etwas ärgern. :-) 
Wichtig ist nur, das "Danke" auch ernst zu meinen. Da kann man sich und dem eigenen Hirn nämlich nichts vormachen. Und da ehrlich mit sich selbst zu sein, da kann man richtig dankbar für sein, oder?

Kleine Tipps für Dankesrituale in der dritten Fastenwoche

  • Ein Morgengebet: Danke für diese erholsame Nacht und den neuen Tag voller Freude und Glück. 
  • Ein Tischgebet: Danke für das Essen! 
  • Ein Abendgebet: Danke für diesen erfüllten Arbeitstag und alle Begegnungen. 
  • Ein Nachtgebet: Danke für einen schönen Abend und eine ruhige Nacht. 

Und wofür bist Du dankbar?
Und welche Dankesrituale kennst und pflegst Du?

Donnerstag, 13. Februar 2014

Wie Du zuversichtlich wirst

Zuversicht hilft weiter. Im Leben, in Beziehungen, in der Jobsuche.
Manchmal verliere ich sie. Das ist normal. Dann finde ich sie wieder. Hoffnung ist es, die Zuversicht. Eine Gewissheit.
So gehts in einfachen Schritten für Jobsuchende: 
Irgendjemand da draußen braucht Sie! Braucht Dich! Das ist gewiss.
Denn Du bist einzigartig. Und niemand läuft hier auf der Erde rum, der zu nichts zu gebrauchen ist:
Wie Du das nun heute engagiert angehen kannst, haben schon viele vor Dir bewiesen.
Das kannst Du auch. Das ist schon mal sicher.
Manche waren besser. Nun gut.
Manche waren schlechter. Umso besser für Dich.


Um eine solche Gewissheit zu erreichen, um diese Hoffnung zu stärken und in Aktion zu bringen, gibt es eine einfache, biblische Erzählung.

Das Gleichnis vom Sämann (vgl. Matthäus, Kap. 13)

Ein Sämann ging hinaus aus, zu säen.
Während er sät, fällt gar manches auf den Weg; da kommen die Vögel des Himmels und picken es auf.
Manches fällt auf steinigen Grund, dort gibt es nicht viel Erde. Doch es geht bald auf, obwohl nicht viel Grund da ist. Als aber die Sonne aufgeht, verwelkt es, und da die Wurzeln nicht tief reichen, verdorrt es.
Manches fällt in die Dornen. Die Dornen wachsen und ersticken die Saat.
Manches fällt auf gutes Land und trägt Frucht: hundertfach, sechzigfach, dreißigfach.
Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Die Deutung

Der Sämann sät also seine Saat.
Im Falle des Bewerbers ist das die "Saat" der Bewerbung.
Ist die Saat gut, ist es keine "B-Werbung", sondern eine "A-Werbung". :-)


Ein Teil der Saat fällt auf den Weg. Dort liegt sie.

Was passiert? Die Vögel des Himmels kommen.
Das sind die Gedanken, unser Kopfkino: "Nee, dafür bin ich nicht gut genug." "Die suchen jemand anderes." "Da hab ich eh keine Chance." ... und weitere Selbstsabotage-Gedanken. Erkennst Du Dich?
Was passiert: Der Bewerber unterlässt seinen Versuch.
Was tun? Umdenken. Weitermachen. Was sonst?
Ja, ich weiß, ich apelliere nun. Ja und? Was ist die Alternative? Nicht säen?


Manches fällt auf steinigen Boden.

Die Sonne steigt, es wird heiß. Die Saat verdorrt, ohne aufzugehen.
Es gibt keinen Grund, keinen guten Grund. Vielleicht ist das ein Vorstellungsgespräch, und um es bis dahin geschafft zu haben, bist Du bereits gut. Das hilft aber auch nicht. Irgendjemand ist immer besser. Das ist so. 
Manche Chefs wollen Dich einfach nicht. Warum auch immer. Egal. Weitermachen.
Machen Bewerber wollen übrigens auch die vorhandenen Chefs nicht.
Auch egal. Es gibt andere Chefs. Weitersuchen. 


Dann fällt ein Teil der Saat in die Dornen. Sie fasst ebenfalls Wurzeln, erstickt aber in der Umgebung, denn die wächst schneller und vergiftet, erstickt die Saat.

Der Arbeitsplatz passt also irgendwie nicht. Warum auch immer.
Die Kollegen passen nicht, die Kunden passen nicht. 
Es wäre sinnvoll, sich vorher Gedanken darüber zu machen. Denn besser ist es, das vor der Probezeit herauszufinden.


Ein anderer Teil der Saat, ihrer Bewerbungen bringt Frucht, denn sie fällt auf fruchtbaren Boden.

Es genügt, im Vergleich zu einem echten Sämann und pflanzlicher Saat, nur ein einzelnes Samenkorn.
Nur ein einziger Mensch, der Ja zu Dir sagt. Manchmal muss man halt hundertfach säen, um den zu finden. Das ist der Job des Sämanns, des Bewerbers.
Dort bringst Du Frucht. 30fach, 60fach oder sogar 100fache Frucht. 
So sagt es das Gleichnis.
Warum das so ist, wissen wir nicht. Das ist auch nicht bedeutsam. 
Sie bringen Frucht. Ihre einzigartige Frucht. 
Deine einzigartige Frucht. 
Du hast Deinen Job und erfüllst Deine Aufgabe gut. Mehr ist nicht erforderlich.


Manche tun sich furchtbar schwer damit, andere wiederum gehen das mit Leichtigkeit an. Diese Leichtigkeit kann man lernen. Geht ganz einfach.

Hast Du Ohren? Dann hast Du es gehört. Viel Erfolg beim Umsetzen!
Wenn ich Dir helfen kann, lass es mich wissen.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Wie du Dein Leben verbesserst

Eigentlich ist es ganz einfach, und während ich dies schreibe, liefere ich selbst den Beweis. 
Ich habe heute einen Kursauftrag: Bewerbungscoaching für Arbeit-Suchende.
Jeder der Teilnehmer ist entweder versorgt oder hat gerade deutlich signalisiert, dass er nicht kann, nicht will, oder sonst einen guten Grund hat.
So habe ich Zeit, diesen Artikel zu beginnen. Es verbessert mein Leben. 
Da ich meine Zeit nützlich und sinnvoll verbringen möchte, hilft es vielleicht auch Dir weiter?

Erst mal kapieren, dass es gut ist, wie es ist ...

Die guten Gründe meiner Teilnehmer zuerst:
Von den sechs Teilnehmern dieses Kurses haben zwei einen Arbeitsvertrag - und fragen sich, warum sie vom "Arbeitsamt" (so nennen sie das noch immer!) in solch einen Kurs verwaltet werden.
Einer ist über sechzig und soll hier Online-Bewerbungen verschicken, kennt sich aber weder mit Computer aus, noch will er es wirklich lernen - wozu auch: Er wird in seinem Berufsleben, sollte er je wieder einen Job finden, den Computer nicht brauchen. 

Wie ist das bei Dir? Bist du zufrieden mit dem, was da ist? 
Es ist der beste Startpunkt für etwas Neues. Einen anderen hast Du nicht.
Ob es berufliche oder persönliche Veränderungen sind, die Du anstrebst, Du brauchst nichts Anderes als das, was Du hast. Nur in Deinem Denken darf sich was ändern. 
Denn allzuviele Menschen glauben, wenn sie das machen, was sie immer gemacht haben, kommt etwas anderes dabei raus. 
Du machst schon etwas anders, wenn Du diesen Artikel liest.
Schon mein Großvater, der noch Landwirt war, wusste: Du kannst nur ernten, was du säst. 

...und dann darf es besser werden.

Es bleiben drei weitere Teilnehmer meines Kurses.
Einer hat heute ein Vorstellungsgespräch. Da muss man nichts üben, es ist bei einer Zeitarbeitsfirma. Das kann er, hat er auch schon mehrfach bewiesen.
Ein erhebendes Gefühl scheint es nicht für ihn zu sein. 
Erwartete er nicht etwas anderes vom Leben? Etwas Besseres? 
Und einen besser bezahlten Job obendrein? 

Die verbleibenden beiden Teilnehmer recherchieren Stellen.
Das ist gut. Es gibt immerhin eine geringe Erfolgswahrscheinlichkeit.
Es ist davon auszugehen, dass die meisten Menschen so vorgehen. 
Warum auch nicht? Es ist richtig. 
Aber was alle machen muss nicht zielführend sein. 
Denn wenn die offenen Stellen nicht ausgeschrieben sind, was dann?
Firmenhomepages recherchieren? Das wäre eine Möglichkeit.
Kontakte fragen: Das müsste man sich erst mal trauen.Das kannst Du lernen.

Ideenreichtum ist gefragt. Kreativität ist angebracht. Der Plan B (C, D, ...) muss her. 
Darauf komme ich gleich zurück.


Da noch kein Kommunikationsmeister vom Himmel gefallen ist, machst Du da sicher Fehler.
Das darfst Du. Ohne Fehler lernst Du nichts.
Das ist dennoch peinlich.
Und da viele von uns sich doch entwicklungsbedingt mehr Gedanken darüber machen, wie sie anderen besser gefallen, lassen wir das, was zu Peinlichkeit führen könnte und reden erst mal nicht mit Anderen.
Dabei geht es genau darum: Dem Anderen besser gefallen.
Und das bedeutet konkret, für den Arbeitgeber attraktiver zu werden. 

Und wie ist das bei Dir? Wo wird es unbequem - und daher lässt Du es? 
Vermeide diese "Ausreden" und tue es einfach. 
Und wenn Du denkst etwas geht nicht, denkst Du vielleicht nur, es geht etwas nicht. 
Meiner Erfahrung nach liegen viele Bewerbungsfehler im Denken. 
"Ich dachte, da hab ich eh keine Chance", "wenn du über 50 bist, findest du eh nichts mehr",   "dazu bin ich nicht gut genug" "da fehlt mir der Schulabschluss" "ich hab leider keine Zeugnisse", "ich kann nicht so gut Deutsch", "ich kann das nicht", ...
(Psst, ganz im Vertrauen: früher konnten wir auch mal nicht laufen und haben es gelernt. Und sprechen haben wir auch gelernt.)
Die Krönung war mal eine, die davon schwärmte, eine Topstelle beinahe gehabt zu haben, wenn sie denn Englisch gekonnt hätte. Das war vor fünf Jahren. Das wäre Zeit genug gewesen, to improve her knowledge, auf deutsch: es inzwischen zu lernen.

Wie werde ich für Arbeitgeber attraktiv?

Seit den Erfahrungen von Richard Nelson Bolles wissen wir, dass es Beziehungen sind, die Jobs bringen. Auch die Agentur für Arbeit (das ist die offizielle Bezeichnung dieser Institution) hat herausgefunden, dass es (mindestens) 25% sind, die über Beziehungen und Empfehlungen in eine neue Anstellung kommen. Tendenz steigend.

Im Beziehungsleben gibt es sicher immer was zu verbessern.
Meine drei Stellenrecherchierenden könnten davon profitieren, wenn sie es wollten. 
Alle paar Minuten frage ich nach, doch niemand zeigt den Willen. 
 "Oh, die Zeit geht heute überhaupt nicht rum", beklagt sich dafür gerade eine.
Diese Gruppe habe ich letzte Woche darauf hingewiesen, wie sie strategisch ihre Jobsuche verbessern könnten. 
Das Ergebnis ist: Sie recherchieren wohl lieber. Sicher ist sicher.
Und ich gewinne den Eindruck, es ist für sie bequemer.
Es sind die folgenden Ansätze, die - strategisch eingesetzt - bedeutende Verbesserungen im Leben schaffen. 
  • Kreativität
  • Weiterbildung
  • Ausdruck
  • Auftreten
  • Qualifikationen beweisen
  • Kontakte pflegen

Kreativität

Wenn ich etwas kaufen will, sagen wir Mehl und finde keines, gehe ich in den nächsten Laden, und ansonsten in den übernächsten Laden oder kaufe ein anderes Mehl. 
Bei Bewerbungen fällt den Bewerbern oft genug nichts mehr ein, wo sie denn noch eine Bewerbung hinschicken könnten. Man will bedient und versorgt werden, statt eigenverantwortlich weiterzugehen. Und man ist über 18. 
Dabei sind es einfache Fragen, die den Denkhorizont erweitern: 
  • Was kann ich denn noch?
  • Wo wird das gebraucht?
  • Worin bin ich gut?
  • Wen kenne ich denn noch?
  • ...

Weiterbildung

Das wäre einfach. irgendein Fachbuch gibt es garantiert in der nächsten Buchhandlung.
Was würde passieren, wenn man es durchliest und durcharbeitet?
Es würde diesen Jobsuchenden deutlich attraktiver machen gegenüber dem, der nichts gelesen hat. 
Statt dessen höre ich leider oft genug: "Herr Körbel, wo ist denn die xyz-Straße?" Wie wäre es wohl, wenn ein Erwachsener, der jederzeit auf der Straße nach dem Weg fragen kann, selbst mit Google-Maps recherchieren würde?

Ausdruck

"Wie soll ich denn das sagen?", "Ich weiß nicht, was ich da sagen soll?", "ich weiß nicht, was ich da schreiben soll", ... 
(Eine Überlegungen wäre mal, ob diese "Soll"-Krankheit auch zur "Soll"-Situation auf dem Konto führt?) 
Aber wirklich: Wo lebt der, der mir sagt, wie etwas sein soll? Brauchen wir Befehlsempfänger und Nicht-selbst-denkende?
Wenn der Arbeitsmarkt heute Menschen braucht, die initiativ vorgehen, die sich gut ausdrücken können, dann wäre es sinnvoller, zu sagen, was Du sagen willst.
Ausdruck und Sprache zu verbessern, ist einfach. 
  • Lesen (Zeitung, Buch, ...), reden, lesen, reden, 
  • nachdenken, lesen, 
  • Fremdwörter nachschlagen, um sie zu verstehen, 
  • reden, lesen, reden, ...

Auftreten

Nun, spätestens im Vorstellungsgespräch wollen sich alle benehmen, besser benehmen als hier im Kurs. Ohne Übung? Wie kann das gehen? 
Beim Laufenlernen sind wir auch auf die Fr*** und den A** gefallen. Wir haben es gelernt. 
So besteht Hoffnung. 
Es bleibt sonst nur, dem Chef was vorzuspielen. Fällt er drauf rein, war der Bewerber immerhin ein guter Schauspieler und hat seinen Job. 
Dann kommt die Probezeit.

Qualifikationen beweisen

Ob der Bewerber diese Lüge - und es ist nichts anderes - aufrechterhalten kann, zeigt sich spätestens, wenn er im Betrieb die fachlichen Qualifikationen beweisen darf, im Kundenkontakt besteht und die Erfolge vorweisen kann. Oder eben nicht. Kannst Du es? Dann tue es. 
Wenn du es tust, tue es besser als andere. Sei exzellent!
  • Du bist zuverlässig, beweise es.
  • Du bist pünktlich, sei es.
  • Du bist verantwortungsbewusst? Dann stehe zu Deinen Fehlern!
Ist das einfach?  Ja.
Zwei Fragen dazu:
  • Was macht es für einen Unterschied, ob Du diesen Job machst, oder ein anderer? 
  • Was hat der Chef davon, wenn er dich nimmt?

Kontakte pflegen

Dazu habe ich im Artikel über Beziehungen schon einiges gesschrieben. 


Kurz und gut. Es ist einfach. Es erfordert natürlich einiges an mentaler Disziplin. Das Beherrschen des Kopfkinos will auch gelernt und eingeübt sein. 


Welche Anregungen brauchst Du noch?