Samstag, 14. Dezember 2013

Ikonen


(ursprünglich auf www.thomas-koerbel.de, September 2012, hier ergänzt)


Ikonen (1): East of Eden

Sind das unsere neuen Ikonen?

Heiliges Model: Freddie Abrahams

"East of Eden"
featuring Freddie Abrahams
shot by Rxandy Capinpin for Philippine magazine Status.
(morphoman.blogspot.de


Ich bin immer etwas verwirrt, wenn ich solche Bilder sehe. Warum? Man hat mich gelehrt, religiöse Bilder zu betrachten, zu deuten. Dies sind nicht Bilder des Gekreuzigten und Auferstandenen, denn es fehlen die Wundmale. Es kann auch nicht ein x-beliebiger Heiliger sein, außer dem Model selbst. Solche Bilder zu sehen, erfreut mein religiös gestimmtes Herz. Doch was ich sehe, entzieht sich dem Verstand, wie der Glaube zwar vernunftgemäß sein will, doch letztlich selbst sich dem Begriff entzieht, sich aus Formen schält und weht, wo er will.


Ikonen (2): Glaube


Fortsetzung, 1.5.2013



Faith–It’s a story that blends religious faith with fashion 


Schon wieder ein Kreuzträger in den Modeblättern. Wahrscheinlich missionieren die für Marke und Glaube zugleich, bringen Welt und Religion auf eine Weise zusammen, die in der Kirche nicht mehr zu gelingen scheint. 
Vielleicht sollten wir in der Academia Aurata mal ein Seminar zur Kreuzsymbolik und dem Jesusbild in der Werbung machen. Ich weiß jedoch noch nicht, was es an philosophischen Erkenntnissen oder an spiritueller Bereicherung bringen könnte. Sowas weckt in mir nur Fragen über Fragen. 


Ikonen (3): Gute Männer

 

Ob es nur mein Focus ist, der immer wieder solche Bilder findet, nahezu zufällig? Oder ob es nur ein besonderer Augenmerk ist, den der Theologe in mir auf jene Dinge richtet, die seinem Seelenheil zuträglich sind? Es gibt da mittlerweile eine größere Sammlung auf meinem Computer. Ich werde ab und zu eines davon hier zeigen.
(Wer es nicht abwarten kann, findet hier bei Pinterest schon mal eine andere Sammlung zum Schnuppern!)

Ein paar gute Männer also, so der Titel dieser Heiligenbildchen. 
Alle Heiligen Gottes, hier habt ihr zwei neue Kollegen. Was zeichnet sie aus, in Euren erlauchten Kreis aufgenommen zu werden? Mal abgesehen von der Optik. Was haben Sie getan? Haben Sie ihr Leben für ihre Überzeugung gelassen? Haben Sie besonders gute Taten, wahre Werke der Liebe, Wunder gar vollbracht? Sehen sie einfach nur gut aus? Andächtig betrachten und die Seele erheben im Gebet kann man allemal, immer, auch ohne solche Bilder. Mit geht es vielleicht einfacher. Was meint Ihr?

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